1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
4 größere Egerlinge
Butter zum Andünsten
Milch nach Bedarf
Salz
Pfeffer
Muskatnuss, gerieben
Petersilie
Liebstöckl
Weinraute
Oregano
Salbei
2 Eier
Die Zwiebeln in der heißen Butter etwas andünsten. Die würfelig geschnittenen Schwammerl zugeben und etwas weiter garen. Mit Milch nach Bedarf aufgießen und diese warm werden lassen.
Die Brezenstücke in eine Schüssel geben und die Zwiebel-Pilz-Mischung darauf verteilen. Die geschnittenen Gewürze und geriebene Muskatnuss mit unterheben. Mit den verrührten Eiern alles gut vermischen. Eine
Viertelstunde ziehen lassen.
Die Masse auf Klarsichtfolie geben und zu einer Rolle formen. Mit Alufolie umhüllen und eine gute Viertelstunde in kochendem Wasser garen.
Dann den Serviettenknödel herausnehmen und auswickeln.
![[image]](/uploads/assets/user/38956/Brezenknodel_mit_Schwammerl.jpg)
Bei der Zugabe der Gewürze sollte man nach Gusto vorgehen. Den Knödel kann man warm oder kalt verwenden.


Kommentare (11)
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Was mich etwas stört, ist die Klarsichtfolie und die Alufolie. Wenn es darum geht, dass es keinen Kontagt zwischen dem Wasser und der Masse gibt, wird sich doch bestimmt auch eine andere Lösung finden lassen, bei der weniger umweltschädlicher Müll entsteht. Was sagt eigentlich der Name Serviettenknödel?
Alufolie und Klarsichtfolie braucht es nicht.
Serviettenknödel, werden in einer Serviette oder besser noch in einem Geschirrtuch gegart., Enden an einen großen Kochlöffel binden und über Wasserdampf garen. Lecker!
Die im österreichischen, oberfränkischen und böhmischen Raum übliche Zubereitung, die Knödel in Tücher einzuwickeln und im Wasser zu kochen, wird in Böhmen knedlíky uvařené v ubrousku (Knödel gekocht in einer Serviette) oder knedlíky uvařené vídenským způsobem (Knödel gekocht nach Wiener Art) genannt. Die böhmischen Knödel werden hingegen direkt in Wasser gegart.
In der süddeutschen Küche wird der Teig in einer Serviette (oder anderem Leinentuch) eingeschlagen im Wasserdampf (über dem kochenden Wasser) gegart. Für diese Methode existieren ebenfalls Topf-Einsätze aus Metall.
hatte mich doch schwer gewundert, wenn es nicht auch ökokorrekt ginge ;o)
Viele Grüße
Dude
die exzessive Verwendung von Alufolie stellt eine der bedeutendsten Errungenschaften zeitgenössischer Kochkunst dar, wie ich aus den ebenso zahllosen wie großartigen Darbietungen deutscher Meisterköche im Fernsehen weiss. Mit kleinlichen Betrachtungen zu den Umweltauswirkungen der Aluminiumproduktion oder der Atomstrom-Lobbyarbeit deutscher Alu-Hersteller sollten wir uns jetzt nicht den Appetit verderben lassen.
Das Umwickeln des Knödels mit Plastik- und Aluminium hat ja schließlich seinen kulinarischen Sinn: die Alufolie stellt sicher, daß die beim Kochvorgang freigesetzten leckeren Inhaltsstoffe der Plastikfolie auch tatsächlich im Knödel landen und nicht im Kochwasser.
Näheres zu diesem Thema: http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Rueckstaende-aus-Verpackungen-Da-geht-was-rein-1240626-2240626/
@Bubensteyn:
Schönes Rezept! Einen Verbesserungsvorschlag, Deinen Begleittext betreffend, hätte ich trotzdem: der korrekte Gattungsbegriff dieses Knödels lautet nicht "Serviettenknödel" sondern "PlastikAlufolienknödel".
(Außerdem würde ich den Zwiebeln, nachdem sie fast fertig gedünstet sind, noch eine feingehackte Knoblauchzehe beimengen. Aber das ist natürlich Geschmacksache)
P.S.
hier noch eine detaillierte Beschreibung des alternativen Verfahrens ohne Verwendung von Plastik- und Alufolie:
"Ein nasses, aber gut ausgewrungenes Geschirrtuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten. Die Bretzelmasse darauf geben, zu einer Rolle formen und locker in das Tuch wickeln. Die Seiten mit Küchengarn wie ein Bonbon fest zubinden.
Einen genügend großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. Knödel hineingeben und im leicht siedenden Wasser 30 Minuten ziehen lassen. Dann auswickeln, abkühlen lassen und in dünne Scheiben schneiden."
(aus: http://lafer.rezepte.msn.de/Brezel_Knoedel_mit_Radieschen_und_Weisswurst.Rezepte )
Es wundert mich immer noch - oder macht mich auch wütend und das kann ich dann nicht verbergen, wenn
mit diesem Materialien so sorglos umgegangen wird.
brezelige Grüße
Ich habe mir schon Gedanken gemacht, warum Alufolie statt Tuch.
1. Es ist bequemer.
2. Ich verwende Alufolie praktisch nicht in meiner Küche. Es gibt bessere Alternativen.
3. In diesem Fall ist es - wie Du richtig anmerkst - durchaus eine Geschmacksfrage.
4. Ich habe Serviettenknödel auch schon mit Tuch gemacht. Ich kenne den Unterschied.
5. Ich frage mich, ober der ökologische Fußabdruck von 10 dm2 Aluminiumfolie nicht konkurrieren kann mit dem Umstand, dass es sich um ein vorher gewaschenes Tuch handeln muss, das anschließend vorgewaschen und dann wieder mit Waschmitteln und heißem Wasser in den optimalen Zustand gebracht werden muss.
Allerdings haben wir das schon länger nicht gemacht. Abfall fällt dabei keiner an.
Es klingt gut. Man hat ja früher durchaus versucht, mit Energie und Rohstoffen im Haushalt sparsam und sorgsam umzugehen.
Auf einen Versuch damit von Dir bin ich gespannt.
http://www.utopia.de/blog/bubensteyns-beschauliche-blatter/eine-schallmauer-durchbrochen