Wenn eine solche Botschaft platziert wird, dann möchte ich von demjenigen, der sie postuliert, gerne wissen, ob er das tatsächlich so gesagt hat. Insbesondere wenn mit dem Karlruher Institut für Technologie ein namhaftes Forschungsinstitut damit in Verbindung steht.
Daher habe ich in Form einer „offenen eMail“ bei Herrn Ziegahn nachgefragt:

Offene e.Mail:
Sehr geehrter Herr Dr. Ziegahn,
in der Welt-Online vom 20.04. werden Sie in einem Artikel unter
"Industrie fehlt Entsorgungs-Plan für Solar-Schrott -Auch Solaranlagen oder Windräder müssen fachgerecht entsorgt werden, denn viele Bestandteile gelten als gefährlicher Sondermüll. Weder Firmen noch Kommunen haben ausgefeilte Pläne für den Rückbau." mit folgender Aussage zitiert:
"Die Energiewende kommt – und mit ihr neue Sorgen um Entsorgung. "Wir müssen uns schon die Frage stellen, was in 30 Jahren aus veralteten Windrädern oder Photovoltaikanlagen wird", sagt Karl-Friedrich Ziegahn, der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Chief Science Officer und Sprecher für Erneuerbare Energien ist.
Bei der Photovoltaik komme spätestens in 20 Jahren eine Entsorgungswelle auf Privatpersonen und Kommunen zu. Die Anlagen würden zwar von den Bürgern besonders gern genommen, da sie auf dem Dach keinen Eingriff in die freie Natur bedeuteten.
Aber: "Viele Anlagen der Photovoltaik sind wirklich Sondermüll, weil sie Schwermetalle und andere Problemstoffe enthalten."
http://www.welt.de/wirtschaft/article106206074/Industrie-fehlt-Entsorgungs-Plan-fuer-Solar-Schrott.html

Da die Aussage "Viele Anlagen" in Kombination mit "Sondermüll","Schwermetalle und andere Problemstoffe" sehr allgemein gehalten ist, möchte ich freundlich anfragen, ob die Aussage in dieser Indifferenz tatsächlich von Ihnen gemacht wurde?
Denn m.E. gehört da unbedingt hinein, dass es bei den "Anlagen" um einige Produktlinien aus dem Bereich der Dünnschichttechnik handelt.

Da aber in der "Welt-Online" wie auch in etlichen weiteren Veröffentlichungen das Bildmaterial eine Anlage mit kristallinen Modulen zeigt-von denen ich bisher nur gehört habe, dass sie ca. vier mal recyclingfähig wären und somit in der 'Stoffverwertung' insgesamt ca. 150 Jahre 'im Einsatz' sein könnten- finde ich die Darstellung in der Presse sehr einseitig und sachlich falsch. ... und ggf. einer Berichtigung würdig!
Eine derartige Berichterstattung, die z.B. in der "Schwäbischen Zeitung" vom 20.4. gleich die Titelzeile "Photovoltaikanlagen als Sondermüll: Entsorgungsprobleme auch bei Erneuerbaren Energien" geprägt hat, ist wohl eher im gezielten 'Solar-Bashing' zu verorten, denn einer faktenorientierten Berichterstattung.
http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-Photovoltaikanlagen-als-SondermuellEntsorgungsprobleme-auch-bei-Erneuerbaren-Energien-_arid,5241219.html

Da ich selbst seit einigen Jahren im Vertrieb solarer Komponenten- mit Schwerpunkt solargestützter Mobilität- tätig bin und weil ich die Photovoltaik und ihrer 'Direkternte der solaren Energieströme gen Erdball' für die 'Schlüsseltechnologie' schlechthin halte, möchte ich fragen, ob Sie in den Presseartikeln, die offensichtlich den Lesern suggerieren sollen, dass sie sich mit einer PV-Anlage "Sondermüll" aufs Dach schrauben lassen, in grob fahrlässiger Weise falsch zitiert wurden, oder ob Sie die Ihnen zugeschriebenen Aussagen in der veröffentlichten Form und Tendenz bestätigen wollen?

mit freundlichen Grüßen
Wilfried Michalski
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Zu den Presseartikeln gibt es eine Seite beim Karlsruher Institut für Technologie:
http://www.pkm.kit.edu/online_nachrichten.php
Dort unter dem Datum 20.4. nachsehen.



Zum tatsächlichen Stand der Dinge im PV-Recycling sei als Beispiel auf ein Video der Recycling Sunicon AG verwiesen:
http://www.youtube.com/watch?v=vsZ3R1e-Lqw&lr=1&uid=1NfDR4oIk6ouysPe3ltZ3Q[/url]