Aber nix, gerade werden wieder Fakten geschaffen, dass so eine Frage es wieder in die Sendungstitel schafft. Und wie hat sich Jauch ins Zeug gelegt, diese Frage als enorm berechtigt erscheinen zu lassen. So saß er denn wieder da, der unvermeidliche Wolfgang Clement, der bis in die Knochen dem Gewordenen verpflichtet sich dem Werdenden verschließt. Die ewig ( Industrie) Gestrigen, die wieder vom „Restrisiko“ sprechen als ginge es dabei um eine Lässigkeit, die man doch irgendwie vertreten könne, zumal ja, und das sei doch als endlich mal zu beachten, hier in Deutschland kein Erdbeben und kein Tsunami zu erwarten sei. ( Dem hat denn wenigstens Klaus Töpfer mit dem Hinweis widersprochen, dass es bei uns eben andere Faktoren geben könne, die zu ähnlich katastrophalen Entwicklungen führen würden. Z. B. Cyberkrimanilät.)
Aber förmlich den Vogel abgeschoßen bei den Jauchschen Bemühungen, die Frage nach dem „ohne“ argumentativ und sogar „wissenschaftlich“ abzusichern, hat der Diskussionsteilnehmer Ulrich Walter (Physiker und ehemaliger Astronaut) . Der fühlte sich berufen, mit einem tickenden Geigerzähler sich selbst, einige Diskutanten -inkl. Jauch daselbst- und gar „normales Backpulver“ auf ihre „Radioaktivität“ im Kontext der „natürlichen Strahlung“ auszumessen.
Da hatte ich den Eindruck, soviel Naivität hat die Radioaktivität selten gesehen!
Und weil das Thema der Radioaktivität ein buchstäblich 'todernstes' ist, und die Gleichsetzung von künstlicher und natürlicher Radioaktivität zu den verhängsnisvollsten Irrtümern gehört, denen die Menschen überhaupt verfallen können - und weil mir existentiell und essentiell daran liegt, die tiefe Unwahrhaftigkeit solcher Gleichsetzungen von künstlicher und natürlicher Radioaktivität zu benennen- möchte ich noch einmal auf meinen Beitrag „Fukushima – und womit noch zu rechnen ist“ hinweisen.
Wer sich noch für weitere Facetten und literarische Bestätigungen der dort dargestelle Unterschiedenheit von Radioaktivität interessiert, sei freundlich auf mein externes Blog http://neusehland.blogspot.com/ verwiesen.


Kommentare (10)
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Von den 'Yellow Cakes',die aus den Uranminen der Welt völlig sauber geradezu in die Brennstäbe deutscher Reaktoren hineinfliegen und uns so den 'sauberen Atomstrom' bescheren, ganz zu schweigen.
Musste unweigerlich an Georg Schramms aufsehenerregenen Beitrag zum Thema Talkshows und Ihre Gäste denken, die sich ihrer Sprechblasen in solchen Shows entleeren.
http://www.georg-schramm.de/
Für den speziellen Beitrag einfach mal bei Youtube schauen.
Warum werden nicht z.B.
- Die wahren Visionäre unserer Zeit eingeladen?
http://www.diewahrenvisionaere.de/
oder
- John Perkins
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/368500/
oder
- die Macher von DIE 4. REVOLUTION – EnergyAutonomy
http://energyautonomy.org/index.php?article_id=16&clang=0
oder
- Menschen der Occupy-Bewegung
http://www.occupydeutschland.de/
eingladen zu solchen "Informationsveranstaltungen"?
Ist der Schritt nach Vorne zu mehr: GERECHTIGKEIT, GLEICHHEIT, BRÜDERLICHKEIT und FREIHEIT
denn so gefährlich, das darüber in keinem der Massenmedien wirklich mal gesprochen wird?
Meine Zeit verbringe ich lieber sinnvoll oder liebevoll.
Beim Thema Atomkraft bedarf es doch sowieso nur der Frage der Entlagerung.
(gibt natürlich auch noch andere Punkte, halte diesen alleine aber schon für mehr als ausreichend)
Gibt es ein sicheres ENDLAGER für die nächsten ca. 40 Generationen?
Nein! Weltweit ? Nein!
Aber Atommüll von 50 Jahren Atommüllproduktion!
Warum ist dann der Betrieb von AKW's erlaubt?
Gibt es Jemanden, der mir das einleuchtend erklären kann?
TV Tipp: JETZT Di. 06.03.2012,
20:15 - Fukushima - Die Wahrheit hinter dem GAU (ARTE)
Quelle:
http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=11499&pk=760563&p=1
Wir brauchen keine Diskussion mehr über das WARUM, sondern über das WIE, bzw. die Realisierung.
Da fürchte ich, muss ich dem Clement teilweise recht geben.
Wo sind die realisierbaren Konzepte für die nächsten 10 Jahre,
zu den Stromtrassen, wenn sie denn sein müssen,
zu den Speichermöglichkeiten, die wir sicherlich benötigen
zu den ausbaufähigen lokalen Solar-und Windkraftwerke
wie soll das bezahlt werden? Von der Politik hört man diesbezüglich wenig. Wenn es um grössere Projekte geht, ist die Bevölkerung rechtzeith einzubinden
Es nützt nichts, wenn seitens der Verfechter von alternatven Energien dauernd gepredigt wird, der Strom müsse durch regenerative Energien nicht teuerer werden, wenn er dann doch teuerer wird.
Weil man keine Unruhe und genau diese Diskussion will, werden auch keine Zahlen genannt. Ob mit oder ohne, der Strom wird ohnehin jährlich um 1-2 cent steigen. Es muss doch jedem klar sein, dass es von der liefernden Industrie nicht gewollt ist den Strompreis zu senken.
Es ist und bleibt eine scheibchenweise-Informations-Politik.
Ein jahr nach der Kehrtwende sehe ich nicht wirklich eine nachhaltige Bemühung der Regierung in der zentralen Energiefrage voranzukommen.
"Bemühungen" gibt es allerdings in gezielten Faktensetzungen, die darauf hinauslaufen, die technisch mögliche Kopplung der Erneuerbaren mit Dezentralität und Bürgernähe zu unterlaufen. Bevor eine solche Entwicklung in Richtung Dezentralität und Bürgernähe sich in der möglichen Weite realisieren kann, soll dem geneigten Publikum klar gemacht werden, dass das zwar gut gemeint sein mag, aber technisch nicht machbar und falls doch... viel zu teuer .... etc. etc. Und bestens terminiert in der 'konzertierten Aktion der Rollback-Strategen' kommt dann Jauch -in offenkundiger Meinungsassistenz zum Atomkonzern-Lobbyist Clement -und holt eine Frage aus dem Leichenkeller "Aber geht's wirklich ohne Kernenergie"?
Und wenn du, Gerfi, etwas pauschal "die Verfechter alternativer Energien" hier benennst, die stabile Preise "predigen" würden und das dann trotzdem der Strom teurer wird, dann sei hier noch einmal darauf hingewiesen, dass die "Teuerung" als solche, je nach Berechnungsansatz zwischen 70,- u.130,- € für eine Familie im Jahr ausmacht. ( Dieser Preis für eine wirkliche EnergieWende wird auch von der Mehrheit der Bevölkerung bejaht )
Nach anderen Berechnungsansätzen hebt sich diese Teuerung gerade durch preisdämpfende Effekte an den Strombörsen-insbesondere des Solarstroms-wieder auf.
Von daher erscheint es mir immer fragwürdig, wenn Preissteigerungen mit den Erneuerbaren so in Beziehung gebracht werden, als seien diese die Verursacher. Und diese Fragwürdigkeit stellt sich bei mir gerade bei Vertretern einer Energieindustrie ein, die sich selbst mit massivsten 'Subventionen' ihre atomaren Gelddruckmaschinen erstellen durfte, ... und nun in ihrer Maßlosigkeit noch ihre, auf bloße Maximierung des Eigengewinns angelegten, Preiserhöhungen unter dem Deckmantel der 'Preisanpassungen infolge des EEG' etc. dem Volk unterjubeln.
Wenn du also nach Begründungen für teurer werdende Energien suchst, dann suchst du, jedenfalls was den Hauptteil anbelangt, bei den "regenerativen Energien" am falschen Ort.
Das könnte sich als Lüge erweisen, wenn es so weiter geht.
Da es ja nicht alleine von Solar abhängt, sondern alle anderen verfügbaren oder auch noch nicht verfügbaren alternativen mit berücksichtigt werden müssen, stellt sich die Frage wer eigentlich die mögliche Gesamt-Rechnung über 10 Jahre einigermassen realistisch kalkulieren kann. Dies kann aber nur geschehen, wenn man ein Gesamtkonzept hat.
Darum ja mein Wunsch nach einem Gesamtkonzept, verabschiedet durch den Bundestag mit klaren Vorgaben und Kosten.
Wenn wir uns so weiter durchschludern, werden die Bürger in ein paar Jahren sicherlich nicht mehr so positiv das Thema sehen und dann kommt Jauch jedes Jahr.
Meine Befürchtungen sollten nicht so ausgelegt werden, als glaubte ich Berechnungen der Verfechter nicht. Diese sind aber nur bei Umsetzung stimmig.
Vielleicht stellt man dann hier noch einen vorformulierten Beschwerdebrief und die E-Mail Adresse der Sendeanstalt ein, und fordert alle auf mitzumachen.
Wenn wir Menschen es wollen, dann dauert der Umbau zu 100% EE ca. 2 Jahre und nicht länger, alles Andere sind LÜGEN!
Die Atomkonzerne belügen vorsätzlich die Bevölkerung und ein großer Teil der Bevölkerung merkt es noch nicht einmal, weil sie andere Prioritäten haben.
Die Frage der Kosten erübrigt sich wenn bei uns in Europa ein AKW in die Luft fliegt (das kann natürlich nur in Frankreich oder so passieren, in Deutschland ist das ja verboten).
Fragt doch mal in Japan bei den Menschen nach, die früher in der Sperrzone gelebt haben.
Diese gesamte Diskusion fände garnicht mehr statt, wenn die ca. 35 Mio. Menschen der Region Tokio nicht so viel Glück gehabt hätten!
Es sollte Jedem klar sein, das wenn der Wind und der Regen ein klein wenig sich anders verhalten hätte, das dann die komplette Region Tokio mit samt der 35 Mio. Menschen eine Todeszone wäre.
Denkt dieses Zenario mal durch.
Hätte man den verstrahlten Menschen die Flucht erlaubt??
Würde die Armee zum Schutz der übrigen Bevölkerung eingesetzt??
Wie würde die übrige Bevölkerung auf die verstrahlten Flüchtlinge reagieren??
Würden sie den verstrahlten Menschen Obdach im eigenen Haus geben, wo die eignen Kinder leben??
Würden sich die gesamten Verantwortlichen von Tepco und aus der Regierung aus Scham gemeinsam vom Dach des Firmengebäudes stürzen??
Jetzt noch mal zum Preis:
Wer würde den Schaden bezahlen?
Würde die Armee zum Schutz der übrigen Bevölkerung eingesetzt??
Wie würde die übrige Bevölkerung auf die verstrahlten Flüchtlinge reagieren??
Würden sie den verstrahlten Menschen Obdach im eigenen Haus geben, wo die eignen Kinder leben??"
Genau das sind die -tunlichst und fahrlässigst- ausgeblendeten Fragen.
Und ich hatte den Eindruck, dass die Kanzlerin, egal aus welchen Gründen, sich nach Fukushima der Vorgestellungsgewalt nicht mehr entziehen konnte, was in Deutschland los wäre, wenn eine solche 'Havarie', aus welchen Gründen auch immer, irgendwo in Deutschland passieren würde.
Und da sind die Fragen von Uwe auch meine Fragen!
Was würde in einem Ballungsraum Deutschlands passieren, wenn wir vermittels 'Havarie' von einer Stunde auf die andere schier in eine 'andere Welt' katapultiert würden?
Was wäre da tatsächlich vor dem Hintergrund von Uwe's Kernfragen in Deutschland los?
Und angesichts dieser Dimension halte ich intellektuell hochgedimmte aber jeder Geistesgegenwart entbehrenden Diskutanten a là Jauch und Clement für absolut entbehrlich! (den geigerzählerbewehrten Herrn Walter mit seinen Einlassungen bie zum "radioaktiven Backpulver" darf man wohl sowieso als Einmalfall zu den Akten legen )
Und die Kostenfrage hätte auch von einer Stunde auf die andere ein ganz andere Dimension!!