(Autorin: Veronika)

Ich war mir ehrlich gesagt selbst nicht ganz sicher, was ich in Bad Schandau – Ortsteil Schmilka, 500 Meter vor der Tschechischen Grenze genau tun sollte. Und sächsische Schweiz? Nie gehört! Aber die Aussicht auf nichts tun war eigentlich unglaublich verlockend. Nach einem abenteuerlichen Trip durch Bulgarien bei denen ich von fremden Couchen bis zu überfüllten Hostelzimmern überall geschlafen habe nur nicht in einem anständigen Bett. Das hab ich dann auch bekommen - aber was für eines! Im völlig strahlungsfreien Holzzimmer vor wenigen Monaten fertig gestellt - richtig stylisch und urgemütlich! Ich werde mich jetzt nicht zu ausschweifenden Beschreibungen dieses traumhaften Raumes mit Blick zur Elbe hinreißen lassen sondern ganz frech die praktischen Zimmerbeschreibungen abschreiben, die hier so rumliegen:

Wände und Decken aus unbehandeltem Massivholz und mit Holzdübeln verarbeitetLehmputz an den Wänden für eine bessere Regulation der Luftfeuchtigkeit Fußboden aus geseiften EichenholzdielenTische und Ablageflächen aus einheimischen Sandstein.Metallfreie Betten, konstruiert mit traditionellen Holzverbindungen.Schlafsysteme aus zertifizierte Naturlatex-MatratzenPunktelastische Lattenroste aus Buchenholz.Alle Raumtextilien zu 100% aus Stoffen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA).Schutz vor Elektrosmog durch Wandabschirmung, Netzabkoppler sowie Abschirmung der Kabelleitungen und Steckdose.Belebtes Granderwasser aus der Leitung für eine gesunde Erfrischung und ein angenehmes Gefühl auf der Haut.Ich geb´ auch noch meinen Senf dazu:

Die Lehmwände haben genau die gleiche Farbe wie die Elbe – matt schlammfarben, sehr trendy. Die Stühle sind handgefertigt aus verbogenen Wurzelholz mit Kuhfellbezügen. Das Bett hat die Form eines riesigen stilisierten Berges. Alle Möbel sind irgendwie schräg eingepasst und machen den Raum daher individuell, dynamisch und wie gesagt - unglaublich gemütlich. Es gibt nur indirekte Beleuchtung und an den Wänden hängen alte Ansichten der Umgebung in Sepia-Farben. Wegen der absoluten Strahlungsfreiheit gibt es kein W-Lan und auch keinen Fernseher. Einziges Manko aus Marketing Sicht – man sieht die traumhaften Zimmer nirgends abgedruckt. In den Prospekten begegnen einem nur lächelnde Menschen mit Kaffetassen in der Hand und im Liegestuhl dösend. Äußerst austauschbar. Aber dem Helvetia kann`s auch wieder egal sein – sie sind restlos ausgebucht.

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