(Autor: Philipp Santifaller)
7:54 Uhr, Innsbruck – Hauptbahnhof. Auf dem Weg ins Berghotel Mattlihüs in Oberjoch im Allgäu. Lautsprecherdurchsage: „Schienenersatz mit Bussen“ auf meiner
Strecke, ausgerechnet heute. Muss das denn sein? Das kann ja heiter
werden.
Es sollte besser kommen als erwartet.
An dieser Stelle muss ich der ÖBB einen großen Respekt und Dank
aussprechen. Sie hielt samt Umleitung die geplante Fahrzeit ein. Auch
das Zugbegleitpersonal war sehr freundlich und kompetent. Zug-Fahren ist
doch nicht so umständlich und unzuverlässig wie oft gedacht. Ok, mit
dem Auto wäre ich vielleicht etwas schneller gewesen, aber ich bin doch
im Urlaub, warum soll ich mich selbst so anstrengen, wenn ich mich
einfach in den Zug setzen und gedankenlos von A nach B kutschieren
lassen kann. Nebenbei ist es auch noch umweltfreundlicher.
In Sonthofen im Allgäu regnete es wie aus Eimern! Mistwetter!
Hoffentlich werden die nächsten Tage besser, denn ich bin voll in
„Bergsteigerstimmung“ und freue mich schon auf super Bergtouren in den
Allgäuer Bergen. Hubert, der Vater von Hotelchef Alexander Geißler, holt
mich mit dem Auto am Bahnhof ab. Busse fahren am Sonntag nur sehr
selten. Auf der kurvenreichsten Straße Deutschlands, nach Oberjoch,
erzählt mir Hubert Geißler ein wenig über das Hotel und die Familie.
„Viele Menschen haben die Sensibilität für die Natur verloren. Wir
versuchen unseren Gästen die Natur wieder etwas näher zu bringen. So
können sie besser zur Ruhe kommen und so richtig vom Alltag
abschalten.“, berichtet mir Hubert. Er zeigt mir auch die autarke
Almhütte der Familie Geißler und wir philosophieren über Nachhaltigkeit.
Busfahren wäre dagegen langweiliger gewesen und so bin ich froh ein
solches „Spezialtaxi“ zum Biohotel Mattlihüs zu haben.
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Vom Regen in die Hitze des Gefechts: Erster Rundgang durchs Hotel, Besuch beim Biobauern auf dem [url=http://www.hoiser.de/joomla/de/]Bergbauernhof Hoiser und Feng Shui
Vortrag vom Hotelchef Alexander Geißler. Volles Programm. Mattlihüs hat
was zu bieten. Ich durfte auch gleich meinen ersten „Wünschelrutengang“
ausprobieren. Nicht zu Glauben was da passiert, es funktioniert also
wirklich! „Das Gehen mit der Wünschelrute ist eine uralte Methode zum
Aufspüren von Wasser- oder Erzadern, Erdstahlen, Verwerfungen und
Gesteinsbrüchen. Viele Menschen sind von den Fähigkeiten der Rutengänger
überzeugt und nehmen diese in Anspruch. Der Name Wünschelrute hat
allerdings nichts mit unserem Wort Wunsch zu tun, sondern hat nach
Überzeugung vieler Wissenschaftler seinen Ursprung im frühen
Mittelhochdeutschen und ist aus dem Wort für „Glück“ entstanden.“, laut Erdstrahlen–Info.
Überflutet mit unzähligen neuen Eindrücken meldet sich langsam der
Hunger… kann schon hungrig machen so ein Tag. Also „Ran an den
Bio-Speck!“ Speck war’s zwar keiner, aber dafür ein ausgezeichnetes
Biolachsfilet aus Hamburg! Selbst filetiert, wie mir später Dominik, der
Koch, berichtet, als ich sein gutes Essen lobte.






































































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