Sind Bio-Lebensmittel gesünder?
Immer mehr Menschen sind in der heutigen Zeit nicht nur an einem nachhaltigen Umgang mit Ihrer Umwelt, sondern, wie auch schon in der Vergangenheit praktiziert, an alternativen Formen zur Gesundheitsförderung interessiert. Für beide Bereiche gilt gleichermaßen: Zurück zum Ursprung!
Dass Obst und Gemüse aufgrund ihres Gehaltes an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen für die Gesunderhaltung von Nöten sind, ist jedem bekannt. Doch warum wird besonders den Bio-Lebensmitteln eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt? Welche wesentlichen Unterschiede zwischen konventionell angebauten und Bioprodukten bestehen und warum Lebensmittel, die das Bio-Siegel tragen, mehr sind als nur „ungespritze Erzeugnisse“, erfahren Sie nachfolgend in aller Kürze:
- Bio-Obst und -Gemüse weisen deutlich geringere Pflanzenmittelrückstände auf als Lebensmittel aus konventionellem Landbau
- Bio-Erzeugnisse enthalten aufgrund des Verzichts wachstumsbeschleunigender Dünger tendenziell weniger Wasser und dafür mehr wertvolle Inhaltsstoffe. Obst und Gemüse enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, welche eine krankheitsvorbeugende Wirkung haben.
- Zusatzstoffe, die allergische Reaktionen hervorrufen können, dürfen in Bio-Produkten nicht verwendet werden
- Bio-Gemüse enthält weniger Nitrat, welches im Körper zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden kann
- Bio-Fleisch ist seltener mit Medikamentenrückständen belastet, da lediglich in Notfällen Medikamente wie Antibiotika zur Behandlung eingesetzt werden
- Ökologischer Landbau bringt viele Vorteile für die Umwelt, wie eine größere pflanzliche und tierische Artenvielfalt und geringere Grundwasserbelastungen
Lassen Sie sich nicht täuschen!
Viele Hersteller versuchen Verbrauchern durch Werbeslogans wie „das Gute aus der Natur“ oder „natürlich genießen“ ein besseres Bild ihrer Produkte zu vermitteln, als sie wirklich sind. Lassen Sie sich durch solche Aussagen nicht täuschen.
Ob Sie wirklich Bio-Produkte in Ihrem Einkaufskorb liegen haben, erkennen Sie zum einen an den gesetzlich geschützten Begriffen „Bio“ und „Öko“ und zum anderen an den Biosiegeln. Diese befinden sich auf Lebensmitteln, die entsprechend der EG-Öko-Verordnung für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert wurden.


Kommentare (2)
Beitrag abonnieren
Muss man auf grund der Nachrichten zu diesem Thema nicht auch skeptisch werden?
Vielleicht nur schwarze Schafe, aber wie erkennt der Verbraucher die. Haben wir doch gerade letzen Monatg in der ARD gesehen wie Discounter und Supermärkte mit den Begriffen umgehen.
Ist Gemüse Bio, wenn es mit Gülle oder Mist gedüngt wird. wieso kommen in Bio-Gemüse annährend genauso viele residente Keime vor wie bei konventionellen..
Fragen über Fragen ! Gibt es Antworten?
Auch wir waren erschrocken über die Zustände, die auf den Bio-Höfen der ARD-Reportage „Wie billig kann Bio sein?“ zu sehen waren. Wie die ARD-Reportage gezeigt hat, ist Bio nicht gleich Bio. Können streng kontrollierte Bio-Lebensmittel tatsächlich zu Discount-Preisen angeboten werden?
In unserem Artikel haben wir darauf hinweisen wollen, dass es sich lohnt auf Bio-Siegel zu achten und nicht alleine dem Versprechen zu glauben, dass man „natürliche Lebensmittel“ im Einkaufskorb hat. Bio-Lebensmittel, die als günstige Massenware angeboten werden, können in der Regel nicht den strengen Richtlinien des Ökolandbaus entsprechen. Insbesondere die Siegel Naturland, Bioland und Demeter sind eine hilfreiche Orientierung für den Einkauf von kontrollierten Bio-Lebensmitteln.
Konsumenten, die sich nun fragen, ob sie aus diesem Grund nicht direkt zur kostengünstigeren konventionellen Ware greifen können, setzten gedanklich am falschen Punkt an. Denn Bio-Ware hat im Vergleich zu konventionellen Produkten deutliche Vorteile: Neben der Schonung der natürlichen Ressourcen, wie Böden und Gewässer, enthalten diese deutlich geringere Belastungen mit Pestiziden und Arzneimittelrückständen. Wie die ARD-Reportage deutlich illustriert hat, sollten jedoch auch die Bedingungen für die ökologische Landwirtschaft kontinuierlich verbessert werden, denn hier gibt es sicherlich noch Verbesserungspotenzial. Strengere Kontrollen der ökologischen Landwirtschaft, wären unserer Meinung nach ein wesentlicher Schritt.