Verwirrt, aber als Bio-Kunde bestätigt, habe ich diesem Thema erstmal keinen weiteren Gedanken gewidmet ... bis mich der Newsletter des Umweltinstituts erreichte:
"Die Getreideernte steht vor der Tür. Und nur wenige Tage zuvor spritzen viele Landwirte pures Gift auf Getreideflächen. Roundup oder andere glyphosathaltige Mittel werden eingesetzt, um den wenigen Unkräutern, die bis dahin überlebt haben, nun den Garaus zu machen. Ebenfalls empfohlen wird eine Giftdusche vor der Ernte, damit das Getreide zum gewünschten Termin „reif“ ist.
Da sich die Pestizide nicht so rasch abbauen, enthält das frisch geerntete Getreide noch jede Menge des aggressiven Pflanzengifts. Eine Kontrolle des Getreides auf Giftrückstände findet jedoch so gut wie nicht statt. Und so landen die giftigen Stoffe direkt auf unseren Tellern und in den Trögen der Tiere.
Dieser Missstand betrifft uns alle - die Bürgerinnen und Bürger, die die giftigen Lebensmittel essen, sowie die Landwirtinnen und Landwirte, die zu Verbündeten der Gift-Konzerne werden. Dennoch scheuen sich viele Medien, über das hochbrisante Thema zu berichten. Vielleicht weil die Werbeaufträge der Konzerne wegfallen könnten? Lieber krankmachendes Essen für alle, als weniger Einnahmen?"
Dazu fällt mir ein Spruch von Volker Pispers ein: „Was meinen Sie, was hier los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden, was hier los ist?“
(ursprünglich gepostet auf www.kartoffelkombinat.de)


Kommentare (7)
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Eine weit größere Gefahr kommt in diesen Jahr wieder aus den Fusariumtoxinen, in der Getreideblüte hatten wir Regen.
Besonders gefährlich sind DON ( http://de.wikipedia.org/wiki/Mykotoxin ) und Zearalenone
http://de.wikipedia.org/wiki/Zearalenon
Und so selten wird es offensichtlich nicht eingesetzt, wenn der Einsatz direkt vor der Ernte von einer führenden Agrar-Zeitung empfohlen wird.
http://www.agrarheute.com/glyphosateinsatz-vor-ernte?suchbegriff2=Glyphosat
Bhellweg, es ist restlos irrelevant, ob das Wetter schlecht ist und ob andere Gifte auch gefährlich ist.
Alles deutet darauf hin, daß Glyphosphat nicht so unschädlich ist, wie behauptet wird und damit ist diese Praxis unakzeptabel.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/herbizide-in-der-landwirtschaft-gift-im-getreide-1.1406344
Die Wartezeiten nach Roundup sind sehr unterschiedlich angegeben in diversen Produktdatenblättern:
Roundup für Rasen Bei Kernobst 42 Tage
Roundup TURBO Mais 90 Tage
Roundup TURBO Gras und Heu 14 Tage
Roundup TURBO Stehendes Getreide 7 Tage
Weiß jemand, wie diese Unterschiede zustande kommen?
Nun gut, sie sind Oppostitionspartei im Bund, der Antrag wurde natürlich abgelehnt
Sehr bezeichnend folgende Passage aus dem Antrag:
"2012 hätte laut EU-Recht eine Überprüfung der Zulassung von Glyphosat erfolgen müssen. Die EU-Kommission verlängerte mit Zustimmung Deutschlands die Zulassung für Glyphosat außerplanmäßig bis 2015, ohne eine aktuelle Überprüfung der Risiken vorzunehmen. Zudem besteht die Gefahr, dass die zu erfol- gende Neubewertung von Glyphosat auf Basis der veralteten Richtlinie 91/414/ EU durchgeführt wird anstatt auf Basis der ab 2012 geltenden strengeren Verordnung (EG) Nr. 1107/2009."
Es müssen wohl noch viel mehr Menschen begreifen, was hier "los ist".
Das Problem ist, daß die gesundheitlichen Auswirkungen zu unspezifisch sind und nicht direkt auf bestimmte Gifte zurück zu führen.
Allergien u.a. neurologische Erkrankungen nehmen zu.
Parkinson kommt z.B. bei Landwirten sehr häufig vor.
Aber es ist schwer einen direkten Bezug nachzuweisen.
Und bevor das nicht möglich ist, begreifen die Leute wohl wirklich nicht...