...und wir waren alle unwillig, den grün leuchtenden Wald zu verlassen, also weiter, der Regen würde schon irgendwann aufhören. Hat er auch, für ca. 10 Minuten in dieser Stunde. Ansonsten sturzbachartige Sintflut.
Ich glaube so nass war ich selten. Und es war gut. Zu sehen, wie die grünen Blätter trieften vor Nässe, der Waldboden alles in sich aufsaugte und die Luft weißlich – diesig vor Nässe schien. Zu fühlen, wie die ersten Tropfen warm und feucht auf meiner Haut landeten, wie die Hose immer feuchter wurde, die Ärmel langsam trieften und auch meine Nase nicht mehr mit der Hand trocken zu reiben war. Es einfach geschehen lassen, die Nässe fühlen, mich und den Wald fühlen, in Ruhe durch den Regen gehen und mich freuen.
Zu Hause trockene Kleidung, ein warmer Tee, eine Wolldecke und wieder fühle ich meine Haut, bin lebendig, ganz da.
Kann ich empfehlen, so eine Wanderung im Regen, am besten mit so netten Gästen wie bei mir heute, wir haben eigentlich die ganze Stunde im Regen gelacht.


Kommentare (4)
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Um einen abgedroschenen, aber zutreffenden Satz zu gebrauchen, gibt es nur unpassende Kleidung.
Als wir aus dem Wald raus mussten suchten wir großere Bäume am Wegesrand um dort zu weilen und nicht vom Blitz auf offenem Gelände getroffen zu werden. Ein Stück mussten wir zwischen zwei Feldern hindurch. Wir rannten sogar bis zum nächsten Baum. Dann ging es weiter. Blitz und Donner wurden immer heftiger und waren jetzt ganz in der Nähe.
Als wir dann endlich zuhause waren zogen wir uns erst mal die nasse Kleidung aus und rieben uns trocken. Hugrig aber glücklich haben wir wieder einmal ein Abeiteuer erlebt.
Als wir uns dann Essen und Kaffee machten kam die Sonne wieder raus und trocknete unsere nassen Kleider.