Als viabono, die Dachmarke für umweltverträglichen Tourismus mit dieser Idee an uns herantrat, dachte ich noch so’n Schnickschnack, machen derzeit alle und ist doch nur Ablaßhandel. Aber unser Ökologischer Fußabdruck hat mich doch sehr interessiert. Wie sieht es denn aus mit unserem persönlichen Verbrauch als Hotel ? Und dann haben wir uns dran gemacht an das große Rechnen und Suchen nach Zahlen, Belegen,...Hocherfreut haben wir festgestellt, dass wir schon ziemlich gute Zahlen haben, obwohl wir doch noch so viel mehr tun wollen. Was mich daran am meisten freut – wir haben immer wieder bei allen Kleinigkeiten, die wir so tun, darauf geachtet, so umweltfreundlich wie es unserem nicht überwältigend üppigen Geldbeutel möglich ist, möglich zu handeln. Und haben mit all diesen Kleinigkeiten schon einen sehr guten Wert, von 125 t jährlich erreicht. Bisher erzeugen wir leider noch gar keine Energie selbst und haben auch noch kein Blockheizkraftwerk. Für mich bedeutet das, es ist es wert, anzufangen, egal wie klein der Beitrag ist, den ich leisten kann, damit fange ich an und dann kann auch viel Kleinvieh Mist machen...
Besonders spannend finde ich den Aspekt, wieviel das Fleisch essen so ausmacht. Unsere 3 Vegetariertage schlagen sehr schön positiv zu Buche. Aber auch Dinge wie dass wir Wohnungen für unsere Azubis in der Nähe gesucht haben,...
Die Kompensation des CO² - Verbrauchs hat mir eigentlich immer Bauchschmerzen bereitet, wegen des schon erwähnten Ablaßhandels. Aber wer sagt denn, dass man da stehen bleiben muss ? Wenn wir also wie geplant immer weiter investieren in Energie sparen und auch regenerativ selbst erzeugen, wird es noch besser. Wir haben jetzt 0,5 ha aufforsten lassen mit ca. 300 Bäumen und haben damit unsere Emissionen kompensiert. Vielleicht muss das in ein paar Jahren gar nicht mehr sein um klimaneutral zu agieren, vielleicht werden wir es aber trotzdem weiter tun, denn es ist ein gutes Gefühl, Bäume zu pflanzen.
Gemeinsam mit einigen Hoteliers, denen dieses Thema am Herzen liegt, haben wir bei viabono eine Untergruppe gegründet und hoffen, dass wir ganz schnell ganz viele mehr werden.
Weitere Infos gibt es unter :
www.klimahotels.viabono.de
http://www.co2ol.de/


Kommentare (2)
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Wichtig ist, dass man sie nicht als Ausrede benutzt, nichts mehr tun zu müssen. Ein BhkW lohnt sich bei einem Hotel vermutlich viel schneller als bei einem Einfamilienhaus (es sei denn, das Hotel ist ein reines Sommerhotel). Insofern, nur zu, weiter so :-)
Das würde dazu führen, dass der Kohlenstoff langfristig der Atmosphäre entzogen wird und wir zu einer Kohlenstoffkreislaufwirtschaft kommen. Das anthropogene Karbon-Zeitalter. Hehehe.....