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Hier wird bemägelt, was auch schon bei der Diskussion des Changemakermanifests von den Utopisten angemahnt aber leider in der Umsetzung komplett ignoriert wurde (ist ja alles mal wieder unter Zeitdruck entstanden, oder warum lief das so?). Die Formulierungen sind nicht sehr klar, sondern interpretierbar. Es gibt keine klaren transparenten Verpflichtungen. Es gibt keine transparente Kontrolle der Punkte.
Das Changemakermanifest ist zwar ein Anstoß zur Besserung, kann aber auch nur dem Greenwashing dienen. Schade!
In dem in Teilen polemischen "Klimaretter"-Artikel wird der Eindruck erweckt, Utopia vergebe leichtfertig einen großen Titel und definiere erst ex post das Verfahren.
Utopia ist mit der Deutschen Telekom einen siebenmonatigen Konsultationsprozess durchlaufen haben, bei dem uns externe Experten und Mitglieder des Kuratoriums der Utopia-Stiftung intensiv unterstützt haben. Im Rahmen dieses Prozesses haben wir die Telekom als ein Unternehmen kennengelernt, das seine gesellschaftliche Verantwortung erkennt und den Wandel in Richtung Nachhaltigkeit entschlossen vorantreibt. Und das nicht erst seit gestern (siehe CR-Berichte, Mitgliedschaft in der Global Reporting Initiative GRI, Dow Jones Sustainability Index DJSI).
Ich liebe Überraschungen und glaube an Wunder. Sicherheitshalber werde ich Erzengel Jophiel in dieser Angelegenheit aber trotzdem um eine Extra-Portion Geduld bitten...
Wir Klimaretter ist eine sehr breite Allianz und der Artikel zwar polemisch, aber ich finde leider abolut angemessen. Der Klimalügendetektor wurde übrigens mit dem Deutsche Umwelthilfe Medienpreis ausgezeichnet.
Und bitte hört mal mit diesem Dow Jones Sustainability Ding auf. Da sind Öl- und Atomkozerne, Autokonzerne, Textilindustrieausbeuter und zynische Medikamentenpatentierer drin. Da gelistet zu sein bedeutet nix, außer das man über 50 Milliarden Euro Marktkapitlisierung hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Jones_Sustainability_Index#Kritik
Ein GRI Report ist gut, sagt aber nichts darüber aus, ob ein Unternehmen nachhaltig handelt. Einen der best bewertetsten CSR-Reports nach GRI hat Nike geschrieben, weil dort die Sklaverei in den Nähfabriken recht ehrlich dargelegt wurde. Es geht bei GRI vor allem um Ehrlichkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung auch über massive Probleme. Zu relevanten Änderungen hat das selbst bei den besten Berichtern bislang eigentlich nie geführt.
Das Changemakermanifest der Telekom ist eine zweifelsfrei gut geschriebene Luftnummer:
Ohne Hintergrundwissen und/oder Nachrecherche könnte man glauben, da wäre echt beeindruckendes Engagement vorhanden. Doch dann entpuppt sich der 100 % erneuerbare Strom als reiner RECS-Zertifikate-Kauf: http://de.wikipedia.org/wiki/RECS#Kritik
Statt kontrollierter Mindeststandards ergänzt man das Greenwashing um zeitgemäßes
Bluewashinig mit dem zahnlosen Global Compact (blau für die UN, die Initiatior von Global Compact ist): http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Compact#Kritik
Das wären eigentlich die beiden drängendsten Bereich bei einem global agierenden Konzern der Kommunikationsbranche. Ein Kodex für die Beschaffung wäre auch noch nett, doch öko-faire Computer, Telefone, Server etc. gibts ja leider bislang nicht. Die Arbeitskleidung der Mitarbeiter in Shops und an Messeständen könnte aber sehr wohl öko-fair eingekauft werden. Dieser Punkt wird aber mal gar nicht erst problematisiert. Ist natürlich aber auch nur ein kleiner Posten.
Und? Hat der Klima-Lügendetektor was Besseres parat? Wo bleiben die Vorschläge?
Warten, bis jemand sich aus der Deckung begibt und dann drauf herumtrampeln, das ist nicht fair.
Jammern kann jeder gut. Wenn dann mal einer anfängt, ist das ja wohl immer noch besser, als nichts zu tun.
Und ganz richtig: Wir aus der Community werden das beobachten! Mutig finde ich es deshalb, Telekom.
Wir Klimaretter ist eine sehr breite Allianz und der Artikel zwar polemisch, aber ich finde leider abolut angemessen. Der Klimalügendetektor wurde übrigens mit dem Deutsche Umwelthilfe Medienpreis ausgezeichnet.
Und bitte hört mal mit diesem Dow Jones Sustainability Ding auf. Da sind Öl- und Atomkozerne, Autokonzerne, Textilindustrieausbeuter und zynische Medikamentenpatentierer drin. Da gelistet zu sein bedeutet nix, außer das man über 50 Milliarden Euro Marktkapitlisierung hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Jones_Sustainability_Index#Kritik
Ein GRI Report ist gut, sagt aber nichts darüber aus, ob ein Unternehmen nachhaltig handelt. Einen der best bewertetsten CSR-Reports nach GRI hat Nike geschrieben, weil dort die Sklaverei in den Nähfabriken recht ehrlich dargelegt wurde. Es geht bei GRI vor allem um Ehrlichkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung auch über massive Probleme. Zu relevanten Änderungen hat das selbst bei den besten Berichtern bislang eigentlich nie geführt.
Das Changemakermanifest der Telekom ist eine zweifelsfrei gut geschriebene Luftnummer:
Ohne Hintergrundwissen und/oder Nachrecherche könnte man glauben, da wäre echt beeindruckendes Engagement vorhanden. Doch dann entpuppt sich der 100 % erneuerbare Strom als reiner RECS-Zertifikate-Kauf: http://de.wikipedia.org/wiki/RECS#Kritik
Statt kontrollierter Mindeststandards ergänzt man das Greenwashing um zeitgemäßes
Bluewashinig mit dem zahnlosen Global Compact (blau für die UN, die Initiatior von Global Compact ist): http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Compact#Kritik
Das wären eigentlich die beiden drängendsten Bereich bei einem global agierenden Konzern der Kommunikationsbranche. Ein Kodex für die Beschaffung wäre auch noch nett, doch öko-faire Computer, Telefone, Server etc. gibts ja leider bislang nicht. Die Arbeitskleidung der Mitarbeiter in Shops und an Messeständen könnte aber sehr wohl öko-fair eingekauft werden. Dieser Punkt wird aber mal gar nicht erst problematisiert. Ist natürlich aber auch nur ein kleiner Posten.
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Kommentare (9)
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Dude
schrieb am 04.05.2010 um 15:19 ¶Das Changemakermanifest ist zwar ein Anstoß zur Besserung, kann aber auch nur dem Greenwashing dienen. Schade!
Friedrich Georg
schrieb am 04.05.2010 um 15:53 ¶Meike Gebhard
schrieb am 04.05.2010 um 16:24 ¶Das Gegenteil ist richtig. Eine ausführliche Erläuterung zum Changemaker Prozess habe ich in meinem Blog gepostet:
http://www.utopia.de/blog/meikes-utopia-blog/utopia-die-telekom-und-der-dialog-mit
Utopia ist mit der Deutschen Telekom einen siebenmonatigen Konsultationsprozess durchlaufen haben, bei dem uns externe Experten und Mitglieder des Kuratoriums der Utopia-Stiftung intensiv unterstützt haben. Im Rahmen dieses Prozesses haben wir die Telekom als ein Unternehmen kennengelernt, das seine gesellschaftliche Verantwortung erkennt und den Wandel in Richtung Nachhaltigkeit entschlossen vorantreibt. Und das nicht erst seit gestern (siehe CR-Berichte, Mitgliedschaft in der Global Reporting Initiative GRI, Dow Jones Sustainability Index DJSI).
pentadir
schrieb am 04.05.2010 um 16:27 ¶fairskate
schrieb am 06.05.2010 um 13:16 ¶Und bitte hört mal mit diesem Dow Jones Sustainability Ding auf. Da sind Öl- und Atomkozerne, Autokonzerne, Textilindustrieausbeuter und zynische Medikamentenpatentierer drin. Da gelistet zu sein bedeutet nix, außer das man über 50 Milliarden Euro Marktkapitlisierung hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Jones_Sustainability_Index#Kritik
Ein GRI Report ist gut, sagt aber nichts darüber aus, ob ein Unternehmen nachhaltig handelt. Einen der best bewertetsten CSR-Reports nach GRI hat Nike geschrieben, weil dort die Sklaverei in den Nähfabriken recht ehrlich dargelegt wurde. Es geht bei GRI vor allem um Ehrlichkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung auch über massive Probleme. Zu relevanten Änderungen hat das selbst bei den besten Berichtern bislang eigentlich nie geführt.
Das Changemakermanifest der Telekom ist eine zweifelsfrei gut geschriebene Luftnummer:
Ohne Hintergrundwissen und/oder Nachrecherche könnte man glauben, da wäre echt beeindruckendes Engagement vorhanden. Doch dann entpuppt sich der 100 % erneuerbare Strom als reiner RECS-Zertifikate-Kauf:
http://de.wikipedia.org/wiki/RECS#Kritik
Statt kontrollierter Mindeststandards ergänzt man das Greenwashing um zeitgemäßes
Bluewashinig mit dem zahnlosen Global Compact (blau für die UN, die Initiatior von Global Compact ist):
http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Compact#Kritik
Das wären eigentlich die beiden drängendsten Bereich bei einem global agierenden Konzern der Kommunikationsbranche. Ein Kodex für die Beschaffung wäre auch noch nett, doch öko-faire Computer, Telefone, Server etc. gibts ja leider bislang nicht. Die Arbeitskleidung der Mitarbeiter in Shops und an Messeständen könnte aber sehr wohl öko-fair eingekauft werden. Dieser Punkt wird aber mal gar nicht erst problematisiert. Ist natürlich aber auch nur ein kleiner Posten.
Molzen
schrieb am 04.05.2010 um 23:59 ¶Warten, bis jemand sich aus der Deckung begibt und dann drauf herumtrampeln, das ist nicht fair.
Jammern kann jeder gut. Wenn dann mal einer anfängt, ist das ja wohl immer noch besser, als nichts zu tun.
Und ganz richtig: Wir aus der Community werden das beobachten! Mutig finde ich es deshalb, Telekom.
Außerdem hatte ich bereits in einer frühen Diskussion bereits folgendes angemerkt:
http://www.utopia.de/magazin/changemaker-manifest-utopia-unternehmen-erstunterzeichner?all#comment-304685
Genauso meine ich das.
Daniela Becker
schrieb am 06.05.2010 um 11:18 ¶Mir geht es vor allem darum, auf die Problematik der RECS-Zertifikate hinzuweisen. Die sind aus meiner Sicht Greenwashing der allerübelsten Sorte.
YouMe
schrieb am 06.05.2010 um 13:06 ¶fairskate
schrieb am 06.05.2010 um 13:16 ¶Und bitte hört mal mit diesem Dow Jones Sustainability Ding auf. Da sind Öl- und Atomkozerne, Autokonzerne, Textilindustrieausbeuter und zynische Medikamentenpatentierer drin. Da gelistet zu sein bedeutet nix, außer das man über 50 Milliarden Euro Marktkapitlisierung hat:
http://de.wikipedia.org/wiki/Dow_Jones_Sustainability_Index#Kritik
Ein GRI Report ist gut, sagt aber nichts darüber aus, ob ein Unternehmen nachhaltig handelt. Einen der best bewertetsten CSR-Reports nach GRI hat Nike geschrieben, weil dort die Sklaverei in den Nähfabriken recht ehrlich dargelegt wurde. Es geht bei GRI vor allem um Ehrlichkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung auch über massive Probleme. Zu relevanten Änderungen hat das selbst bei den besten Berichtern bislang eigentlich nie geführt.
Das Changemakermanifest der Telekom ist eine zweifelsfrei gut geschriebene Luftnummer:
Ohne Hintergrundwissen und/oder Nachrecherche könnte man glauben, da wäre echt beeindruckendes Engagement vorhanden. Doch dann entpuppt sich der 100 % erneuerbare Strom als reiner RECS-Zertifikate-Kauf:
http://de.wikipedia.org/wiki/RECS#Kritik
Statt kontrollierter Mindeststandards ergänzt man das Greenwashing um zeitgemäßes
Bluewashinig mit dem zahnlosen Global Compact (blau für die UN, die Initiatior von Global Compact ist):
http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Compact#Kritik
Das wären eigentlich die beiden drängendsten Bereich bei einem global agierenden Konzern der Kommunikationsbranche. Ein Kodex für die Beschaffung wäre auch noch nett, doch öko-faire Computer, Telefone, Server etc. gibts ja leider bislang nicht. Die Arbeitskleidung der Mitarbeiter in Shops und an Messeständen könnte aber sehr wohl öko-fair eingekauft werden. Dieser Punkt wird aber mal gar nicht erst problematisiert. Ist natürlich aber auch nur ein kleiner Posten.
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