Mit 13 Bussen, organisiert vom BUND Bremen, bin ich gestern nach Glückstadt gefahren und habe mich gegen 14.00 Uhr in die 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen Biblis und Krümmel einzureihen um so gegen die geplante Verlängerung der AKW-Laufzeiten zu demonstrieren. Nein, wir waren nicht genug, um uns tatsächlich an den Händen zu fassen, aber wenn ich nach links und rechts gekuckt habe, konnte ich Menschen bis an den Horizont sehen. Anderswo, etwa in Hamburg oder in Krümmel, war die Kette gar mehrreihig. Es war friedlich, es war lustig und die Sonne schien. Fast hätte es ein Volksfest sein können - aber dazu ist der Anlass zu ernst. Ich hoffe, vermutlich wie alle anderen an der Demonstration Beteiligten, dass die Stimme und das Bild von über 120.000 Menschen von Politik und Energieindustrie nicht einfach übersehen und überhört wird.
Die Menschenkette hat die Organisatoren Geld und Zeit gekostet und noch haben sie ein Defizit gemacht, weswegen
Spenden gebraucht werden.
Kommentare (5)
Beitrag abonnieren
JBM
schrieb am 26.04.2010 um 08:58 ¶Herrlich !
Auch Ahaus war ein voller Erfolg. Wir liefen aus der Stadt Ahaus ca. 1,5 Stunden an Bauernhöfen und Äckern und Feldern vorbei bis wir plötzlich vor einer Zaunanlage standen (brrr...) Elektrischer Zaun, eine Halle ohne Fenster, nicht ein einziges Hinweisschild was sich dahinter verbirgt.
Ich fragte einen Polizisten, ob wir hier vor dem Hintereingang des Zwischen/Endlagers Ahaus stehen würden. Der Polizist verneinte. Daraufhin meine erneute Frage, warum denn da keine Firmenschild wäre, jede Firma hätte doch am Haupteingang ein Hinweisschild, ein ganz normales Firmenschild !? Darauf der Polizist: "Vielleicht haben die was zu verbergen ?" ;-))
Mein Fazit - auch Ordnungshüter würden gerne sagen:
ATOMSTROM - LETZTE RUNDE !
Mit stets erneuerbaren Grüßen
JBM
P.S. meine Spende waren mehr als 250 Stickercards an den BUND in Hamburg
Jens.Hansen
schrieb am 26.04.2010 um 10:40 ¶Deinen Spendenaufruf halte ich für richig und wichtig. Habe noch mal ein paar Euro locker gemacht. Ist doch auch eine Möglichkeit für die Daheimgebliebenen, die Aktiven zu unterstützen.
Daniela Becker
schrieb am 26.04.2010 um 11:32 ¶Jens.Hansen
schrieb am 26.04.2010 um 12:31 ¶gringa
schrieb am 29.04.2010 um 21:40 ¶Dessen ungeachtet wertschätze ich die Anti-Atom-Bewegung der ersten Stunde, die sich im Widerstand teilweise regelrecht aufgerieben hat, denn was erreicht worden ist, ist auch durch sie erreicht worden. Nur denke ich, dass die Zeiten sich geändert haben. Auf dem Fundament dessen, was im Raum steht - der Ausstieg ist ja de facto noch Gesetz - kann viel mehr erreicht werden, wenn nicht Angt und Widerstand im Hintergrund stehen, sondern der Blick nach vorne: Die Erneuerbaren Energien sind nicht mehr weg zu diskutieren und immerhin gab es schon mal eine Regierung, die den Ausstieg beschlossen hatte - wenn diese Regierung nicht handelt, wie WIR wollen, muss sie eben gehen und wir wiederholen das Manöver :-) Da ist eine massive "Drohung" von über 140.000 Wählern auf der Straße schon sehr hilfreich! Und dank der Aktionsbündnisse werden wir das auch immer wieder deutlich machen, nicht wahr?
Kommentar schreiben
Bitte neu registrieren oder anmelden um einen Kommentar zu schreiben. Neu: auch über