Dieser heutige Bericht von Report Mainz über die Vertreibung eines ganzen Dorfes in Kolumbien durch den Konzern Daabon mit Hilfe der kolumbianischen Polizei, macht mich wütend. Ich fühle mich belogen und hilflos... denn der Daabon Konzern brennt die Kakaoplantagen der Bauern nieder für Palmöl, für Biopalmöl, dass von Unternehmen wie Alnatura, Allos und Rapunzel verwendet wird.
http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=6158012/e1gsi7/index.html
Ich ärgere mich über meine eigene Leichtgläubigkeit. Wie konnte ich nur erwarten, dass Biounternehmen besser mit Menschen und Umwelt umgehen als andere Unternehmen. Wie kann ich solche Dinge herausfinden, damit ich die Produkte dieser Unternehmen meiden kann?


Kommentare (24)
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Stephan Rieping
schrieb am 22.03.2010 um 22:51 ¶Liebe Grüße!
Stephan
topist
schrieb am 23.03.2010 um 09:45 ¶Man muss von Alnatura verlangen, dass sie sich von dem Zulieferer trennt, auf Gleichzeitigkeit von Bio und Fair achten und verlangen, dass die Welthandelsregeln dahin gehend geändert werden, dass so ein Verhalten den Ruin des betreffenden Unternehmens bedeutet.
Gruß vom Topisten
SushidieSau
schrieb am 22.03.2010 um 23:25 ¶Gita
schrieb am 22.03.2010 um 23:26 ¶vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Das sind genau die Meldungen, vor denen ich mich immer fürchte, nämlich dass Unternehmen, die sich selbt als ethisch und ökologisch korrekt bezeichnen, dann doch in solche Machenschaften verstrickt sind. Uns Verbrauchern bleibt ja letztlich nur das Vertrauen und die Hoffnung, dass eben Bio-Produkte besser als konventionelle Waren sind. Aber man kann eben niemandem mehr vertrauen (oder ist das System an sich einfach zu komplex geworden??) und muss immer und überall Augen und Ohren offen halten, um solche Nachrichten mitzubekommen. Liebe Grüße, Gita
Dude
schrieb am 22.03.2010 um 23:29 ¶Gita
schrieb am 22.03.2010 um 23:40 ¶SushidieSau
schrieb am 22.03.2010 um 23:58 ¶heartwise_ch
schrieb am 23.03.2010 um 11:53 ¶Es erscheint mir äußerst einfach, Produkte mit beiden Bezeichnungen nicht zu kaufen. Die Bezeichnung Pflanzenfette hat mich diese Produkte immer ins Regal zurückstellen lassen. Ich möchte immer eine eindeutige Zutatenangabe.
Wer vegan lebt, setzt ja glücklicherweise sowieso oft seine Fantasie für kleine Umwege ein, so dass die Vorstellung, etwas ganz Bestimmtes haben zu müssen, meist supereinfach wie wegblasen ist.
outlawjens
schrieb am 23.03.2010 um 00:22 ¶Ich werde immer böser. Europa braucht kein Palmöl! All diese angeblichen Bioprodukte können auch mit einheimischen Ölprodukten hergestellt werden.
topist
schrieb am 23.03.2010 um 10:43 ¶Ich empfinde das eine sehr bedenkliche Privatisierung des öffentlichen Raums. Die mit Gebühren finanzierten Magazinbeiträge sollten danach kostenlos betrachtet werden können.
Zum Glück sind nicht alle ARD Sendungen so hermetisch wie Report.
Hier eine sehr sehenswerte Reportage über Palmöl in Kolumbien in fünf Teilen
http://www.youtube.com/watch?v=bL8xKn15eCo
Gruß vom Topisten
KaiHai
schrieb am 23.03.2010 um 00:41 ¶Das aber die Erzeugerfirma Daabon lt. Report Mainz schon seit vielen Jahren einschlägig bekannt ist für diverse Verbrechen und Vergehen und trotzdem bekannte Biomarken von diesem Hersteller ihre Rohstoffe beziehen, ohne von dessen Machenschaften gewusst zu haben, lässt mich am Biomarkt und der -idee zweifeln.
Stellungnahme von Rapunzel: http://rapunzel.de/stellungnahme-palmoel-kolumbien.html
Von Alnatura und Allos habe ich nichts gefunden.
Ich werde die betreffenden Biofirmen solange boykottieren, bis die Sache aufgeklärt und entsprechende Maßnahmen ergriffen worden sind (die so etwas verhindern) und fordere Euch alle auf, es mir gleich zu tun!
Ann-Kristin
schrieb am 23.03.2010 um 07:12 ¶die Stellungnahmen von allen Firmen finden sich rechts neben dem Bericht, wenn Du auf meinen Link oben klickst. Da sind dann die Stellungnahmen von den Biofirmen und auch von Daabon.
Diese Firmen zu boykottieren ist wohl die Einzige vernünftige Möglichkeit, denn da man ja anscheinend nicht über die Zutatendeklaration erkennen kann, wo Palmöl drin ist, und wo nicht, bleibt mir nichts anderes übrig.
Viele Grüße,
Saskia
KaiHai
schrieb am 23.03.2010 um 00:55 ¶KaiHai
schrieb am 23.03.2010 um 01:05 ¶Liebe Leute von ???,
ich war bis zu dieser Sendung ein überzeugter und treuer Kunde von ???.
Der Bericht am 22.3.10 in Report Mainz hat mich aber derartig entsetzt, das ich bis zur restlosen Aufklärung und einer für die Betroffenen befriedigenden Lösung des Konfliktes keine Produkte mehr von/bei ??? kaufen werde. Auch werde ich diese Mail und die entsprechenden Infos an meine Freunde und Bekannten weiterleiten.
Mit enttäuschten Grüßen
KaiHai
schrieb am 23.03.2010 um 01:09 ¶Die Infos darüber bekam ich letzen Freitag, 19.3. durch: http://www.regenwald.org/
Werner Witschi
schrieb am 23.03.2010 um 07:57 ¶Wir wollen Bio und Fair, auf Teufel komm raus, und so wird auch produziert, auf Teufel komm raus. 80% der Mehrkosten die ich "meinte" für eine gute Sache zu bezahlen, dass die "armen Produzenten in den armen Ländern2 erhalten, bleiben hier bei uns auf der Strecke. Ja, "unsere Biozertifikateure" und "unsere Wohltuwerbeaktivitäten für die ach so armen Produzenten" müssen ja auch finanziert werden.
So erstaunen mich solche Meldungen nicht mehr im geringsten.
Brauchen wir Palmöl? Womit haben unsere Grossmütter gekocht? War es vielleicht Sonnenblumen oder Raps- oder Olivenöl? Unsere Grossmütter, natürlic hauch die Grossväter wussten z.T. noch gar nicht, das es da ein Afrika und ein Südamerika gibt und was Palmöl ist.
Von der Region für die Region.
Stephan Rieping
schrieb am 23.03.2010 um 08:14 ¶Liebe Grüße vom
Lokalagendianer :-))
topist
schrieb am 23.03.2010 um 10:06 ¶Ich würde die Frage ob "wir" hier in Deutschland Bio-Palmöl brauchen gern anders stellen.
1) Ist es sinnvoll, die Standorte für die Produktion landwirtschaftlicher Güter danach zu wählen, wie günstig Klima und Boden- und Wasserverhältnisse sind?
2) Welche sozialen bzw. ökologischen Mindeststandards sollen gelten und wer soll diese festlegen?
3) Wie verhält sich das beim Palmöl?
4) Ist ein flächendeckender Boykott von Palmölprodukten in absehbarer zeit durchsetzbar?
5) Was lässt sich an Verbesserungen wie durchsetzen?
6) Wie müsste die Interaktion zwischen Konsum und Produktion geregelt werden, damit mitenschliche und naturverträgliche Standards festgelegt und garantiert werden können?
Gruß vom Topisten
topist
schrieb am 23.03.2010 um 11:49 ¶http://www.bio-markt.info/web/Aktuelle_Kurzmeldungen/International/Report_Mainz:_Vertreibung_fuer_Bio-Palmoel/15/24/0/7455.html
Gruß vom Topisten
annekm
schrieb am 23.03.2010 um 15:24 ¶Ann-Kristin
schrieb am 23.03.2010 um 15:28 ¶vielen Dank für die Verlinkung zu Deinem Blog. Den Tipp, die Firmen anzuschreiben werde ich aufgreifen. Ich denke, wenn die Unternehmen viel Resonanz auf diesen Bericht bekommen, wird hoffentlich etwas an der firmeneigenen Palmölpolitik geändert.
Liebe Grüße,
Saskia
annekm
schrieb am 23.03.2010 um 15:44 ¶suse2
schrieb am 23.03.2010 um 18:13 ¶Wie unterscheiden wir die schwarzen Schafe von guten, ethischen BIO-Produzenten?
Gibt es die überhaupt?
Kann einer Namen nennen?
Ich fühle mich angeschmiert und ratlos...
und kann jetzt genau so gut Nestle kaufen - die machen einem wenigstens nix vor und stehen
dazu, dass sie böse Buben sind !
annekm
schrieb am 23.03.2010 um 19:23 ¶Kommentar schreiben
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