Wann kommt die Fleischsteuer?
Keine Vergünstigung von klimaschädlichen Produkten!
Die Tatsache, dass der Klimawandel unser aller Lebensraum gefährdet, bestreitet heutzutage niemand ernsthaft mehr. Es geht nur noch darum, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaße er unser Leben verändern wird. Prognosen sagen, dass die Durchschnittstemperatur sich bis 2100 trotz Klimaschutzmaßnahmen um 1,4 °C bis 2°C erhöhen wird - ohne Schutzmaßnamen sogar auf bis zu 6°C.(1) Viele Menschen und Tiere sind bereits heute von den durch Klimawandel hervorgerufenen Veränderungen betroffen, sei es durch Flutkatastrophen, Dürreperioden oder Hurrikans.
Aus diesem Grund haben wir zum Schutz des Klimas einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, um klimaschädliche tierische Produkte von einem vergünstigten Mehrwertsteuersatz auszunehmen und damit eine gesellschaftliche Verschiebung hin zur klimaschonenden pflanzlichen Kost einzuleiten. Denn wussten Sie etwa, dass die Tierwirtschaft 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursacht?(2) Rechnet man noch Dünge- und Pflanzenschutzmittel hinzu, erhöht sich der Protzentsatz sogar auf bis zu 32%.(3) Damit liegt die Tierwirtschaft weltweit um ein Vielfaches höher als der gesamte Verkehrssektor einschließlich Schifffahrt und Flugverkehr(2), der schon seit langer Zeit mit Umweltsteuern belegt ist.
Auch die Welternährungsorganisation FAO empfiehlt in ihrem Jahresbericht (18. Februar 2010), die Fleischproduktion zu besteuern, damit die Kosten der Umweltverschmutzung durch die Produktion von Fleisch, Milch und Eiern nicht länger von der Allgemeinheit, sondern von den Verursachern getragen werden.
Bei diesem Hintergrund stellt sich die Frage wie es heutzutage noch sein kann, dass Produkte die entscheidend zum Klimawandel beitragen, durch Steuervergünstigung zudem belohnt werden sollen? Dies versuchen wir durch den neuen Gesetzentwurf zu beheben. Wer jetzt glaubt, dass dabei das eigene Portemonnaie stark belastet wird, täuscht sich. Denn dass die Zukunft für uns alle teuer werden kann, wenn nicht zeitnah und entschlossen gegen den Klimakollaps vorgegangen wird, zeigen Studien verschiedener Experten-Teams. So belaufen sich die globalen volkswirtschaftlichen Verluste durch den Klimawandel bei Nichthandeln auf bis zu 5.500 Mrd. €/Jahr; während die notwenigsten Kosten zur Vermeidung der schlimmsten Auswirkungen nur ca. 300 Mrd. €/Jahr ausmachen würden.(1)
Wir raten aus diesem Grund: Der beste Weg das Klima nachhaltig zu schützen, ist eine vegetarische oder noch besser eine vegane Lebensweise.
Der ganze Bericht unter:
http://www.peta.de/web/fleischsteuer.2122.html


Kommentare (78)
Beitrag abonnieren
die Fleischsteuer kann ich vorbehaltlos befürworten und unterstützen.
Jedoch dem Abschlusssatz, "Wir raten aus diesem Grund: Der beste Weg das Klima nachhaltig zu schützen, ist eine vegetarische oder noch besser eine vegane Lebensweise.", stehe ich etwas skeptisch gegenüber.
Überzeugte Fleischesser (wie auch in einer bin - allerdings max. 2-3Tage/Woche, mitunter 0T/Wo.) wird man mit einem "Rat" zur vegetarischen/veganen Ernährung kaum überzeugen können. Aber einen Appell an die Vernunft (Klima, Tierschutz, Umweltschutz ... und v.a. Gesundheit) mag da viel wirksamer sein. V.a. bezüglich Gesundheit!
Denn gerade viele Personen in meinem Bekanntenkreis haben vor kurzem auch angefangen, von täglich Fleisch, umzustellen auf "vegetarische Tage zwischendrin". Und ich glaube, dass dies schlussendlich den größeren Erfolg bringen wird, als auf einer allumfassend vegetarischen Ernährung zu beharren. Und diese Bekannten haben lediglich aus gesundheitlichen Gründen umgestellt - keiner wegen des Klimas!
Deshalb fände ich die Fleischsteuer auch sehr gut, weil dann viele nicht nur aus gesundheitlichen sondern auch aus finanziellen Gründen umstellen würden.
Nur als kleiner Gedanken-Input angemerkt ;-)
Herzlichen Gruß
Ich benenne bei der Rückfrage nach meinem Fleischverzicht alle Argumente (davon habe ich jede Menge), die Reihenfolge passend zu meiner Einschätzung meines Gegenüber.
Ausgelacht werden ist wie Naßwerden beim Baden, ohne geht nicht. Gegen den Strom schwimmen erzeugt Gegenwind. Schlimmer ist Ignoriertwerden, aber Lachen ist ein prima Einstieg. Am besten gleich den advocatus diaboli spielen, ein paar Vegetarier-Witze erzählen und sich über die Veganer lustig machen. Das öffnet den Geist und ein einziger dann sitzender Satz prägt sich ein. (Bitte nicht die Ekel-Ecke aufmachen, positiv denken.)
der Einwand ist berechtigt und sollten Gesellschaften nachhaltig leben ist auch Fleischkonsum in Maßen wieder vertretbar. Es ist dieser Sog ins Unmaß der wahrscheinlich eine temporäre Extremhaltung verlangt. Ich persönlich habe mit Fleischverzicht kein Problem, also kann ich das auch praktizieren.
Danke für die Nachricht
denn hat nicht die vergangenheit zur genüge gezeigt das staatliche lenkungsversuche über steuern und vorschriften sich meist als absolut ungeeignet erwiesen haben und letztendlich nur zu erneuten finanziellen belastungen der bürger geführt haben;
das ziel aber wurde bei weitem verfehlt.
Oder? etwas weiniger Glaube und Ideologie wäre velleicht hilfreich.
ich wäre wohl der letzte der sich dagegen (abschaffen) wehren würde.
oder? würde man nicht daran glauben dass es die möglichkeit des glücks gibt, könnte man kaum je glücklich sein;
im übrigen wäre ohne ideologien nur der geist eingeengt.
Dass Milch mit nur 7% MwSt, die pflanzlichen Milchalternativen dagegen mit 19% besteuert werden, zeigt beispielhaft, wie wenig Unterstützung seitens der Politik dem Umschwenken auf pflanzliche Ernährungsweisen entgegengebracht wird - das muss sich ändern.
Warum nicht auf alle Fleischwaren statt der 7% Mwst die 19%.
Im Restaurant bezahlt man doch auch 19% Mwst, auch wenn nur ein Steak auf dem Teller liegt..
Eine derartige Veränderung hätte keine Überbürokratisierung zur Folge. Dies müsste doch eine Lenkungswirkung in die richtige Richtung haben, rein theoretisch.
Leider nur theoretisch, den jede Preiserhöhung mag zwar die Nachfrage drosseln, hat aber immer Auswirkungen auch auf andere Preise.
Beispiel, das so eingeführt, würden sprunghaft viele Preise von z.B. Gemüse und Obst sich erhöhen, da dort die Nachfrage steigen würde. Solange wir dieses Spiel "Angebot/Nachfrage" als Wirtschaftsystem haben, ist nichts gewonnen.
Abgesehen, davon sind die Preise für Obst und Gemüse eh schon teuerer, vor allem wenns Bio-Ware ist.
Insofern ist der Gedanke von Besteuerung eines bestimmten Nahrungsmittels in der Konsequenz nicht zu Ende gedacht. Weiss der Henker, an wievielen Stellschrauben da gedreht werden müsste, um den eigentlichen Effekt erzielen zu können.
Insofern ist ein langsames, aber stetiges Verändern des Konsumverhaltens vielleicht doch die geeignetere Methode, um den o.g. Effekt zu unterlaufen. Vorallem ist ein auf eigene Erkenntnis fussendes Verändern immer nachhaltiger als der Zwang, der ja letztlich nicht auf Freiwilligkeit basiert.
Dieser sanften Methode muss man leider wieder dagegenhalten, dass wir vermutlich nicht mehr die Zeit haben werden, bis alle sich bewegt haben. Der rasante Anstieg der Weltbevölkerung wird uns ohnehin in ca 10-20 Jahren ein jähes Erwachen bringen, Hungersnöte, Nahrungsmittelengpässe werden uns dann genauso treffen.
Wie muss eine Lösung aussehen, individuell können wir unser Konsumverhalten ändern, global-politisch muss aber jetzt ein Gegenlenken der gegenwärtigen Art des landwirtschaftlichen Handeln erfolgen, d.h.
- keine Landwirtschaftflächen mehr für Biogas und Bio-Benzin
- Massentierhaltung reduzieren, Futterflächen nutzen für Nahrungsmittel für Menschen
- Keine Fördermittel und Subventionen mehr für die konventionelle Landwirtschaft
- "biovegane" Ökologische Landwirtschaft fördern
Dies wird mit konservativen Parteien/Politikern nicht zu machen sein. Deshalb muss sich neben dem Konsumverhalten auch das Wahlverhalten der Bürger ändern.
Die politische Alternative muss natürlich da sein (Grüne/Linke, na ja zweifelhaft, SPD kaum und CDU/FDP schon garnicht).
Also wieder in der Zwickmühle, der Bürger?
Wnn man das Tierleid ansieht, schreit Alles nach einer Fleisch-, Eier- und Milchsteuer. am Besten sofort.
landwirte schreien auch nach mehr geld.
besonders die kleinen, die sich tendenziell besser um die tiere kümmern.
eine steuer würde ihnen nicht helfen.
Wnn man das Tierleid ansieht, schreit Alles nach einer Fleisch-, Eier- und Milchsteuer. am Besten sofort.
Wenn der Preis für Fleisch erst einmal seinem (Un-)Wert entspricht, werden weniger Menschen danach greifen.
>Fleisch >Futtermittel >Dünger http://www.utopia.de/blog/bewusst-utopisch/rohstoff-phosphor
"Außerdem könnte der Phosphorverbrauch um 45 Prozent gesenkt werden, wenn alle Industrienationen die Herstellung und den Verbrauch von Fleischprodukten sofort einstellen." (aus deinem blog)
Lernbeispiel: Phosphor als selten werdendes Element wird an die Tiere verfüttert und ungleichmäßig durch Gülleausbringung etc. verteilt, schreibst du sinngemäß.
Frage: Wie kann statt des Futteranbaus dafür gesorgt werden, dass durch pflanzlich-organische Düngung eine gleichmäßigere Verteilung geschaffen bzw. eine Verteilung gar nicht erst notwendig wird?
je mehr "tierwirte" eine abkehrt von der tierzucht und der vermarktung der daraus resultierenden produkte finden, ohne finazielle einbusen zu haben,
bzw. sogar dadurch einen finaziellen mehrwert erzielen können, desto mehr verteuern sich die tierprodukte doch von selbst und der konsument wird letztenlich den konsum reduzieren ohne das man hier staatliche lenkungsmassnahmen tätigen muss.
zumal die steuermehreinnahmen, wie uns ja hinlänglich längst bekannt, meist nicht dem angedachten zwecke,
hier beseitigung von klimaschäden zugeführt werden,
sondern meist in irgendlwelchen undefinierbaren haushaltlöcher verschwinden.
es läst sich nicht jeder schaden nur mit geld beheben, hier ist unsere denke falsch.
ein denkenswerter schritt könnte sein:
streicht die zuschüsse für die landwirtschaft
Betroffen wären in beiden Fällen die Bio-Landwirte. Die jedoch einen höheren Preis besser verargumentieren können sollten als die konventionellen Massenproduzenten. Der Verbraucher könnte bei Verringerung des Preisunterschieds zwischen Bio und Konventionell vermehrt zu Bio greifen, ich zweifle jedoch an solchen Maßnahmen als richtungsweisend. Preisunterschiede kann der Konsument tolerieren, höchstens bei Luxuspreisen steigt er aus. Ein "Runter" vom Wohlstandsniveau macht sich immer noch an der Leistbarkeit von Lebensmitteln fest, das ist politisch von den großen Parteien nicht gewollt. (Ob die Grünen bald zu den großen Parteien gehören, wird sich zeigen).
Meine Hoffnung war stets, die Menschen würden sich besinnen, aus eigenen Stücken und gewonnenen Überzeugungen den Schwerpunkt verlagern, nicht bei jeder Mahlzeit eine Fleischbeilage (vornehm ausgedrückt, eigentlich ist es umgekehrt) zu verlangen. Preise müssen natürlich den Wert und die Ressoucennutzung widerspiegeln, aber eine "Fleischsteuer" halte ich höchstens geeignet, die Lager-Grenzen von Fleischessern und Vegetariern zu verschärfen. Da mögen Anteile der Bevölkerung die Lager wechseln, eine Massenbewegung erwarte ich aus einer Besteuerung nun wirklich nicht. Da bringt jeder Hygiene-/Ekel-/Dioxin-Skandal fast mehr. Leider.
Lieber Subventionen streichen, Auflagen für Tierhaltung / Tierfutter verschärfen, höhere Umweltauflagen bei der Entsorgung von Gülle, Strengere Lebensmittelkontrollen und strengere Auflagen bei Zusatzstoffen, was wiederum die Verarbeitung teurer macht u.s.w.
Dadurch wird der Aufwand für die Fleischerzeugung größer und der Preis geht von alleine in die Höhe.
Im Gegenzug ist aber auch die Qualität besser.
Neulich habe ich erst wieder gehört, warum konventionelle Landwirte schwer dazu zu bewegen sind, gentechnikfreies Soja zu verfüttern (obwohl die meisten grundsätzlich gegen Gentechnik sind):
Gentechnikfreies Soja kostet pro Schwein 10€ mehr aber der Gewinn pro Schwein beträgt auch gerade 10€, also bleibt unterm Strich nix mehr übrig. Das ist doch irgendwo krank.
Also warum soll das Gen-Soja weiterhin billig bleiben und der Staat aber mehr an Steuern verdienen?
Wo ist da die positive Auswirkung?
da dies ja in der Massentierhaltung usus ist, die Frage, gibt es irgendwelche Analysen dazu wie sich das im Fleisch nachweisen lässt.
Werden da keine Bedenken geäussert?
Z.B. steht es auch hier:
"Zwar konnte die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren keine Veränderungen in Lebensmitteln nachweisen, die von Tieren stammen, die Gentech-Futter fraßen. Die Studie stellt aber fest, dass „weitere, umfangreiche Untersuchungen zur ernährungsphysiologischen und Sicherheitsbewertung nötig sind“
http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=2675
Hier ist ein Dokument, da steht folgendes:
"So konnten italienische
Forscher bereits im Jahr 2005 Genmaterial
des für Insekten giftigen Gen-Mais MON810 in Blut und Organen von Schweinen nachweisen."
http://www.umweltinstitut.org/download/gentechnik_im_tierfutter_umweltinstitut.pdf
Weiß halt keiner so genau...
Irgendwie finde ich es schon komisch, bei Nahrungsmittel für den Menschen (direkte einnahme) gibt es inzwischen eine Kennzeichnungspflicht, bei der indirekten Einnahme über Fleisch/Milch nicht.
Nun gut, die möglichen Folgen sind noch nicht wirklich analysiert. Aber was da heute als Viehfutter-Mix (s. greepeace-Bericht) verfüttert wird, da dürfte die Genmanipulierte Fütterung vermutlich noch das geringste Übel sein.
Irgendwie finde ich es schon komisch, bei Nahrungsmittel für den Menschen (direkte einnahme) gibt es inzwischen eine Kennzeichnungspflicht, bei der indirekten Einnahme über Fleisch/Milch nicht.
Nun gut, die möglichen Folgen sind noch nicht wirklich analysiert. Aber was da heute als Viehfutter-Mix (s. greepeace-Bericht) verfüttert wird, da dürfte die Genmanipulierte Fütterung vermutlich noch das geringste Übel sein.
Das Risiko liegt einfach darin, daß es kein Zurück gibt, wenn nun doch...
Kennzeichnungspflicht von Fütterung mit gentechnisch verä. Futter gehört natürlich auch zu den strengeren Auflagen, die ich mir wünschen würde.
Und eine volle Haftbarkeit der Landwirte ohne die Möglichkeit (was jetzt gemacht wird) in einen Pool zu zahlen, der bei evt. Schäden als Versicherung dienst.
Also volles Verursacher-Prinzip.
meine petition wurde gar nicht erst richtig diskutiert, direkt abgelehnt.
kontrollen seien ein zu großer aufwand, wenn es darum gehe, nachvollziehbar zu machen, woher denn tierische bestandteile kommen...
(ich spreche von einer pet an den deutschen bundestag)
Trotzdem plädiere ich zumindest für faire Steuervergünstigungen auf der anderen Seite (Bsp. Hafer- Reis- Sojamilch runter auf 7%).
Ich denke, so unterschiedliche Charaktere wie es bei den KonsumentInnen und Landwirten gibt, so unterschiedlicher Methoden bedarf es vielleicht - die einen reagieren nur auf (z.B. finanziellen) Druck, die anderen auf Aufklärung / Erkenntnisse.
Ich finde hier wurden eine Vielzahl guter Möglichkeiten genannt, wobei ich gerfis gute Vorschläge noch im vierten Punkt geändert sehen möchte in:
- "biovegane" Ökologische Landwirtschaft fördern
Beispiel-Höfe habe ich hier schon genannt:
http://www.utopia.de/blog/veggie-tag/klimasteuer-auf-fleisch-und-milch-gefordert-oder-wer-nicht#comment-494125
und noch schlimmer: sie bestehen oft aus importiertem reis und soja und das ganz OHNE fairtradesiegel oder vergleichbares.
konsequenz scheint leider auch da zu fehlen...
besser deutsche dinkelmilch ;)
nur eine randnotiz.
und ohne gentechnik meint ja auch nicht direkt bio.
immerhin ist es ne kleine sicherheit dafür, dass das soja nicht auf gerodeten regenwaldflächen angebaut wurde...da wächst ja nur gensoja, soweit ich informiert bin.
aber egal, hab eh eine sojaallergie und da es reismilch bisher nirgends fairtrade gab (reismilchschoko zum glück schon! fair UND bio sogar), war das auch keine alternative.
ich bleibe bei dinkel :)
vllt ab und an hafer...
finde es eben schade, dass es auch bei veganem essen so viel mist gibt ://
Ich bevorzuge von den Varianten die Hafermilch - auch aus Gründen der Regionalität - dabei ist sie auch die Leckerste finde ich.
wieso ist biofleisch denn nicht die lösung?
wenn weiterhin dasselbe budget für fleisch zur verfügung stünde, würde der umstieg auf gutes biofleisch und biowurst eine deutliche reduzierung der menge bedeuten...
und in jedem fall würde bewusster eingekauft werden, weil es nunmal merklich teurer ist als dumpingpreisware aus massentierhaltung.
da bliebe bestimmt auch mal die wurst weg, wenn man sieht, dass der biokäse doch günstiger ist...
immer an den nächsten schritt denken - nie an die ganze straße auf einmal.
beppo hatte recht, behaupte ich.
Das wünsche ich den Tieren nicht.
Also für mich ist biofleisch keine lösung, allenfalls ein Übergang hin zum Vegetarischen
der weg ist das ziel.
und ich gebe dir recht, biofleisch ist auch ein weg hin zu vegetarismus.
durch das bewusstsein, das dadurch entsteht, dass man sich gedanken über´s fleischessen macht, werden sowieso viele zu vegetariern...
(und achten hoffentlich sonst auch auf die tierhaltung, mal ganz ab vom klima und kaufen ei- und milchhaltige sachen auch nur bio)
wenn ein paar massentierhalter ihre produktion komplett umstellen würden,
wäre das immerhin besser als dass es weiter massentierhaltung gibt,
muss ich mal so sagen.
es geht nunmal alles langsam und schrittweise.
und vegetarismus ist für viele zunächst ein zu großer schritt.
biofleisch geht erstmal viel besser und würde schon einiges ändern.
Dazu habe ich gerade entdeckt, dass sich die vegane gesellschaft auch dem Thema angenommen hat:
http://www.vegane-gesellschaft.org/veganer-landbau/
Die Sympathien der VerbraucherInnen können auch mit guten Argumenten und leckeren Altarnativen geweckt und in verändertes Alltagshandeln überführt werden.
War gedankenlos!
aber dann ist das ja geklärt ;)
zum thema schritt für schritt...
zunächst möchte ich an seneca erinnern, der von sich sagte, er sei ein proficiens, also ein strebender. der status des weisen sei praktisch unerreichbar, aber dennoch lohnt es sich, danach zu streben.
und so ist es auch in unserer zeit.
perfektionismus ist unrealistisch, aber es lohnt sich, danach zu streben. das streben danach - der weg - ist also das eigentliche ziel.
natürlich gibt es etwas wie moral und eine daraus resultierende mehr oder minder objektive verantwortung eines jeden und zwar dafür, anderen leidensfähigen wesen kein leid zuzufügen. jedoch ist das verdammt schwierig und erfordert einigen aufwand und zwar:
- herausfinden, wodurch man wirklich keinem leidensfähigen lebewesen leiden zufügt. ... in allen lebensbereichen vegane produkte zu finden, ist nicht ganz einfach. wenn es dann reismilch mit reis aus einem entwicklungsland ist, der nicht aus fairem handel stammt, führt das aber wiederum zu menschenleid...
usw. usf.
oder biobaumwolle aus indien ohne ein fairtradesiegel genauso.
und dann schlägt man doch mal ein insekt tot.
oder fährt ein reh an, weil man was getrunken hat.
oder geht zu h&m ...
oder kauft kosmetik, die in tierversuchen getestet wurde
oder lipton eistee
oder oder oder...
und außerdem:
stell dir folgende situation vor:
ein mensch geht ins lokal und bestellt sich fleischkäse mit spiegelei und bratkartoffeln.
du setzt dich daneben und sagst: "fleischessen ist böse! lass das" und ziehst ihm den teller weg.
er schnappt sich das spiegelei und meint: "okay, naaa gut, dann ess ich eben das"
darauf du: "nein, auch durch die eiproduktion entsteht viel zu viel tierleid!" und nimmst ihm auch das ei weg.
und von den kartoffeln wird er nicht satt.
tofu ist erstmal keine lösung, denn das ist ihm suspekt.
und so beschließt er, dass das ganze total unrealistisch und aufwendig ist und isst beim nächsten mal lieber direkt den fleischkäse samt ei.
wenn du ihm stattdessen gesagt hättest: "hey, iss doch den BIOfleischkäse, der ist viel leckerer und außerdem geht es dann nicht nur dir sondern auch den tieren gut" hätte er sicher eher zugestimmt. das hätte dann fünf euro mehr gekostet und er hätte nur noch seltener einen fleischkäse bestellen können...
und vllt wäre er dann irgendwann zu der erkenntnis gelangt, dass er fleisch gar nicht so dringend braucht und vegetarier geworden.
usw. usf.
Es geht doch in beiden Fällen darum, die Leute von der Massentierhaltung wegzubringen.
Die einen empfehlen Bio-Tierprodukte, die anderen vegane Produkte als Alternative. In beiden Fällen ist ein Umlernen erforderlich.
Insofern sollten wir auch nicht von einem Schritt nach dem anderen, sondern besser vom Schritt in die eine oder andere Richtung sprechen, wobei ein verändertes Alltagshandeln in beiden Fällen erforderlich ist.
Da ich bereits viele gute Alternativen kenne und auch gute Erfahrungen gemacht habe, mit "Normalköstlern", die bei mir gegessen haben und denen es gut geschmeckt hat, kann ich das natürlich nur weiter empfehlen, weil es viel mehr Vorteile gegenüber dem Beibehalten der Ernährung über Tiere hat. Ich gehe übrigens in keine Lokale (warum wohl ...?). Die von dir beschriebene Situation ist also unrealistisch. Ich glaube nicht, dass meine Gäste sich missioniert fühlen ...
Diese Theorie von den Schritten in unterschiedliche Richtungen gefällt mir insofern besser, da ich nicht daran glaube, dass sich dem Biofleischkonsum eine vegane Ernährung anschließen könnte - also echt nicht - wenn ich mir allein die Jäger angucke ...
Ich finde es besser, die Energien auf das Finden und zur Verfügung stellen besserer Pflanzenprodukte zu konzentrieren (z.B. Hafermilch oder Dinkelmilch statt Reismilch) als den Tierausbeutungsapparat im kleinen aber dafür zahlreicher voranzutreiben.
Ich wäre vor 7 Jahren froh gewesen, wenn das vegane Angebot schon so wie heute wäre, und ich nicht so viel hätte suchen müssen - und das kann noch besser werden.
DEN Weg Schritt für Schritt zu gehen, ist natürlich dennoch möglich ;-)
Was ist mit der Ökosteuer passiert?
Auch ich bin dafür, das wir bewusster leben und nicht alles für selbstverständlich sehen - doch sind Steuern ein richtungsweisender und nachaltiger Weg? Ich bin überzeugt dass nicht.
Steuern und sonstige Pflichtabgaben werden überflüssig wenn wir bewusster Leben. Zwänge erschweren und machen einen Wandel bei uns Menschen schwierig bis unmöglich.
Dass also durch den Zwang die Leute gar nicht mehr daran denken umzudenken?
OK, ich könnte mir vorstellen, dass manche es dann so sehen:
"Ich darf so viel Fleisch essen, wie ich will. Schließlich zahle ich ja auch die Steuer dafür."
Sozusagen Steuer als Ablass.
Da besteht sicher wirklich eine Gefahr,
...
Der Sloderdijksche Vorschlag. Bitte höflichst, mich aus diesem "Wir" ausgemeinden zu dürfen. Wie soll dieses "bewusstere Leben" aussehen? Wie muss das Wetwirtschaften organisiert sein, damit es funktionieren kann? Klar ich weiß schon: das funktioniert einfach per bewussterem Leben.
Heilige Einfalt!
sehr passend.
Manipulation hin zum moralisch Guten oder so ähnlich wäre da der einzige Weg...
oder wieso sollen die Menschen auf einmal "bewusster leben"?
Wenn wir bewusster leben würden bzw. die Menschen allesamt dazu bestimmt wären, würde die Welt sowieso ganz anders aussehen. Dann bräuchten wir jetzt nicht über eine Fleischsteuer diskutieren.
Das ist wahr.
Das einzig Negative, das ich an der Steuer sehe, sehe ich wo anders,
aber das habe ich ja schon beschrieben (--> Ablasshandel.)
Schau dir vielleicht mal diese Doku an:
http://www.youtube.com/watch?v=K-tCl32AWnI
Pig business auf Youtube
Subventionen der Ernährungsmittelmafia müssen aufhören. So gerne möchte ich mich dagegen organisieren. Konstruktive Vorschläge sind willkommen.
Die Großen kriegen noch Zusatzgeld (Subventionen) oder Steuervergünstigungen,
während die Kleinen zu Grunde gehen.
(ist ja auch in der Fischerei so...)
Ein breiter Konsens besteht sicher über:
1. Fleisch ist zu billig geworden
2. Der Fleischanteil in der Ernährung ist übertrieben hoch
Für mich habe ich daraus geschlossen:
DEUTLICH WENIGER IST MEHR UND GESÜNDER.
Damit gleiche ich einerseits den Preisunterschied zu BIOFLEISCH aus, andererseits unterstütze ich keine Massentierhaltung mehr.
Zugegebenermaßen erleichtert der Geldbeutel den Weg zur Vernunft - eine STEUERANPASSUNG wäre für mich weder Steuererhöhung noch zusätzliche Bürokratie noch Ablass, wenn damit die ohnehin vorgeschriebenen Kontrollen auch tatsächlich eingehalten werden könnten.
Der Fleischhandel ist europaweit organisiert bzw. globalisiert, nationale Richtlinien halte ich daher für wirkungslos.
Wie immer sollte der Verbraucher sich dessen bewußt sein, dass ER SELBST mit jedem ausgegebenen Euro konkrete Wirtschaftspolitik betreibt.
Wird dieses Bewußtsein praktisch umgesetzt, so erledigt sich der Ruf nach regulierenden Maßnahmen einer Behörde oder eines Staates von selbst.
WIR SIND DAS VOLK.
Ja schön, Probleme tauchen aber dann auf, wenn es das, was ich gern kaufen würde gar nicht gibt.
Ich bin auf der Suche nach regional angebauten Grundnahrungsmitteln, die ohne synthetische und tierliche Dünger erzeugt wurden - das es möglich ist, zeigen die Höfe, die das praktizieren:
Landwirtschaft ohne Tierleid:
http://www.vegetarismus.ch/heft/2002-4/biovegan.htm
Viehlose Biolandwirtschaft im Westerwald:
http://www.vegetarismus.ch/heft/97-1/landwirt.htm
weitere sind beim vebu genannt:
http://cybnet.de/vegetarierbund.de/biovegane_hoefe/index.php
Dass ich bei Einrichtungen wie meine-landwirtschaft.de als Verbraucherin offenbar nicht ernst genommen werde (stellvertretend für alle VeganerInnen) habe ich bereits mehrfach angesprochen, zuletzt hier:
http://www.utopia.de/gruppen/aktionen-und-petitionen-357/diskussion/landwirtschaft-bestimme-den-weg-mit-193143
Ich fände es gut, wenn die kleinräumige Landwirtschaft - die kleinbauern mal ihre Nische erkennen und mit dem vebu nd der veganen gesellschaft zusammenarbeiten würden.
Sowas kann doch organisiert werden, sh. auch: http://www.stockfreeorganic.net/
Von unserem kleinen regionalen Biohof hörte ich gerade, dass die "auch nur so vor sich hinkrepeln". Ich hätte mir den Laden einerseits gern mal angesehen und würde ihn auch unterstützen - wenn ich nicht erst am "Melkhus" und an den Schweinen in ihren kleinen Gattern vorbei müsste - damit will ich nicht sagen, dass sie die verstecken sollen, sondern dass sie besser auf biovegane Landwirtschaft umsteigen und ihre neue Zielgruppe mal wahrnehmen sollen.
das sind schöne und auch ermunternde Beispiele für eine umweltvertägliche, tierschonende Landwirtschaft.
Da wird uns gezeigt, dass es anderst geht. Es sind Nischen, die dort entstehen, aber sie werden nicht gefördert und bleiben daher vielleicht lebensfähig, aber sie werden kein Allgemeingut.
Es fehlt das politisch und gesellschaftliche Wollen dies zu fördern und die Massentierhalting und die konventionelle Landwirtschaft zu reduzieren.
Dieser Bewusstsein müssen wir aktivieren, mit uten Argumenten und Engagement
auch die vegane gesellschaft, die sich meines Wissens kürzlich erst gegründet hat, hat schon eine Link-Liste zum Thema aufgenommen:
http://www.vegane-gesellschaft.org/veganer-landbau/
----------------------
Radiotip: "Das Tier in uns - Phantasien und Einsichten über Menschen und Tiere"
http://www.radiobremen.de/wissen/themen/tiere102.html
Allerdings wird die Auffassung der veganen Gesellschaft vom veganen Landbau vom Bioveganen Netzwerk BVN kritisiert:
http://biovegan.wordpress.com/2011/01/25/demeter-anbau-und-vegane-landwirtschaft-passt-das-zusammen/
Hier besteht noch Diskussionsbedarf.
Achtsamer Umgang mit der Erde (Earthcare) – diese ökologische Komponente zielt auf den behutsamen und vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen (Ressourcen), die als ein Geschenk der Erde für alle Lebewesen aufgefasst werden. Um ein Permakultur-Design als nachhaltig bezeichnen zu können, sollen die natürlichen Regenerationszyklen (Stoff- und Energiekreisläufe) der lebenserhaltenden Systeme bewusst und langfristig eingeplant werden.
Achtsamer Umgang mit den Menschen (Peoplecare) – diese soziale Komponente nimmt insbesondere Rücksicht auf die Selbstbestimmungsrechte aller Menschen. Hier wird das Problem von Freiheit und Verantwortung besonders deutlich. Allen das Recht auf eine frei gestaltbare Nutzung der Lebensgrundlagen zu gewährleisten, erfordert eine Balance zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Hieraus entspringt eine ethische Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen (Ressourcen) haben.
Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschussverteilung (Limits to consumption and growth, redistribution of surpluses) – Diese ökonomische Komponente leitet sich von der begrenzten Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit des Planeten Erde ab. Menschen sollen lernen, eine zukunftsfähige Selbstbegrenzung in Bezug auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse auszuüben, als Einzelne und als Gemeinschaft. Die dritte Komponente steht daher für eine bewusste Umsetzung von Selbstbegrenzung und einer (Rück)Verteilung der gemeinsam erzielten Überschüsse. Letztere bezieht sich auch auf die adäquate Rückführung in natürliche Kreisläufe. Damit schließt sich der Kreis zu Earthcare und Peoplecare, bzw. überschneiden sich die drei ethischen Aspekte.
Ich gärtnere seit 2004 nach Permakulturprinzipien, verbinde diese jedoch zusätzlich mit den Prinzipien bioveganen Gartenbaus, d.h. ohne Verwendung von Düngern / Substanzen synthetischer oder (nutz)tierlicher Herkunft.
Übrigens stehen die MacherInnen der Regenwurm-Zeitschrift für Bio- und Vegan-Interessierte der Permakultur sehr nahe, bzw. arbeiten inzwischen auch in diesem Bereich.
Ein Artikel aus der Regenwurm Ausgabe Nr.7 über "Ethik und bio-vegane Landwirtschaft" ist zum Lesen freigegeben unter:
http://www.biovegan.org/cms/artikel_57.html
Dort werden vier Gründe vorgestellt, die für Gartenbau bzw. Landwirtschaft ohne Tierhaltung sprechen, wovon drei ethischer natur sind.
Dem kann ich nur Raum geben.
Wir sollten als Menschen auf jeden Fall dankbar sein für alles, was die Natur uns schenkt.
Wir sollten jedes Lebewesen mit Achtung betrachten und uns bewusst werden, welch ein vielfältiges und breit gefächertes Werk die Natur ist. Jede Art von Verschwendung ist eine unnötige Zerstörung, die dem Prinzip der Gewaltlosigkeit entgegen steht.
Gehen wir konform damit, dass die Natur (wer oder was ist das) uns zwar einiges zur Verfügung stellt, z.B. Pflanzen, für Tier und Mensch, aber nicht dem Menschen den Segen dazu gibt, vergleichbare Natur, ähnlich dem Menschen, z.B. Tiere als Nahrung zu betrachten. Die Erhaltung der Natur ist bei einem Wesen , welches mit Verstand und Bewusstsein ausgerüstet ist (oder glaubt man das nur) eigentlich eine Verpflichtung, zumindest Schonung und nur im äussersten Fall zu missbrauchen.
Wenn wir als Natur Flora und Fauna betracheten, werden wir leider wohl Unterschiede machen müssen, soweit wir nicht in der Lage sind uns von Lichtenergie (noch nicht) zu ernähren. Die Flora tut dies im Allgemeinen, die Fauna ist da zweigeteilt, die einen ernähren sich auch von Tier, die anderen von Flora.
Also der Raum ist da, darüber nachzudenken. Wollen wir unbewusst uns wie bestimmte Tiere verhalten, dann ist Fleisch angesagt. Wollen wir den friedlichen Weg gehen, uns z.B. von der Pflanzenwelt ernähren, dann haben wir es verstanden.
Bei unserem Wissen über die Dinge müsste uns als vernunft begabtes Wesen die Entscheidung eigentlich leicht fallen , pro Flora, conta Fauna.
Aber darüber lässt sic ja trefflich streiten!
Beides wird Auswirkungen haben, auf das Kaufverhalten, weil teuerer wird's allemal!
Wir wollen ja nicht bestrafen, sondern wir wollen doch darauf hinweisen, dass der Verzehr von Fleisch/Milchprodukten unsere Natur zerstört (Umwelt), Leben vernichtet (Ethik).
Wichtig erscheint es mir darauf hinzuweisen, weil ist es bewusst geworden im Menschen, dann wird er umdenken, zumindest erwarte ich das von moralisch wertenden Menschen.
Ich habe nichts dagegen bestimmte Importe, z.B. Fleisch/Milchprodukte mehr zu versteuern. Abgesehen davon, ein Vertrieb, der importiert, und hier verkauft, muss doch auch Umsatzsteuer zahlen.
Wer soll das verstehen.?
Ich möchte, dass Fleisch/Milchprodukte künftig nicht mehr als notwendige Nahrungsmittel gesehen werden und folglich in Deutschland einem höheren MWstr-Satz unterliegen, zumindest die sonst üblichen 19%.
wie die Länder das unter sich regeln, ist nicht der Mass-Stab
Es könnte hier auch die Streichung von Exportsubventionen in Betracht kommen ...
aber allein an der umsetzung hapert es.
damit will ich nicht sagen, dass nicht einige dies
schon beherzigen und eifrig bei der sache sind.
doch wo es im allgemeinen an der achtung vor dem menschen
fehlt,
da wird es schwer dies bei tieren und der umwelt umzusetzen.
ich bete und hoffe, dass sich trotz aller widerstände immer mehr
dazu bekennen und diesen hohen wertsatz in die tat umsetzen.
doch in einer weltumgreifenden denkstruktur, wo der stärkere
das sagen hat und macht ausübt,
sind die achtsamen sicherlich schweren geschützen ausgesetzt.
ich stelle mich.
wer noch?
An der Fleischtheke habe ich die Macht Nein zu sagen, ob nun die Denkstruktur in der Welt so oder so gestrickt ist. Die Wahl meines Einkaufskorbes bestimme ich ohne Gewalt oder Druck.
Ausser ich bin nicht selbstbewusst genug, mich Argumenten auszusetzen, von Fleischessern wohlgemerkt, die nicht MEIN Gutes wollen, sondern ihre eigenen Felle davon schwimmen sehen. Die in ihrer Ignoranz dem massenhaften Tierquälerei gegenüber stehen bleiben wollen, einer fixen Idee willen, einer medizinischen Irrmeinung, einer selbstauferlegten Denkunmöglichkeit.
Auf solcherart passives Konsumpublikum unter dem Diktat der nackten Preisoptimierung setze ich meine Hoffnungen nicht. Eher auf den Durchschnittshaushalt, bei dem die Kinder ihren Eltern erzählen, was sie in der Schule gelernt haben und auch mal Soja oder einen Weizenbratling probieren wollen. Weil das gut für die Umwelt ist. Und dem Hörensagen nach schmecken könnte.
Nein! Im Gegenteil, wir, in unserer freien Marktwirtschaft "können" es uns noch erlauben einwandfreie Lebensmittel weg zu werfen weil sie den Normen nicht entsprechen, das ist doch sehr dekadent und nicht vertretbar in einer globalisierten Welt in der Menschen heute noch verhungern müssen weil die Mittel viel zu ungerecht verteilit sind. Zum Zweiten erlauben sich Industriestaaten so Dreistigkeiten, wie ich es in meinem Blog geschrieben habe, geplante Obsolezenz zu betreiben, auf Kosten der "Dritte Welt" Länder die mit unserem hausgemachten Müll leben müssen.
Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen:
Fleisch ist hierzulande viel zu billig, warum also nicht auch eine Steuer wie etwa beim Tabak einführen, schließlich ist ein zu hoher Fleischkonsum ja auch gesundheitsschädlich wie das Rauchen.Dann erst überlegen viele, die sich heute noch keine Gedanken über ihren Fleischkonsum machen, eher mal auf Fleisch zu verzichten und sei es für 1, 2 Tage.
Ich plädiere auch dazu, den Menschen einen bewussten Fleischkonsum zu suggerieren. Ein großer Schritt wäre es die Menschen dazu zu bringen nur noch Biofleisch, nicht etwas aus dem Discounter, sondern an der Fleischtheke eines Bioladens ( was zumal aus der Region stammt) zu kaufen und sie zu einer Reduzierung ihrer Fleischkonsums auf die Hälfte zu bringen. Denn würden wir alleine in Deutschland es schaffen, unseren Fleischkonsum auf die Hälfte zu reduzieren, könnten die gesammten Lebensmittel aus biologischen Betrieben stammen, mehr dazu aus der Schrot und Korn Ausgabe 12/2010 unter dem Titel: Kann Bio die Welt ernähren? :
http://www.schrotundkorn.de/2010/201012p01.php
In der Sache gebe ich Dir recht. Eine höhere Steuer auf Genussmittel. Doch wie rechtfertigen wir das, mit dem begriff Genuss?.
Ein wunderbarer Linseneintopf ist für mich ein Genuss, deren Ztaten möchte ich nich höher besteuert sehen. Andere denken das bei Fleisch und Milch-Produkten.
Sie verstehen vermutlich nicht, was der Unterschied bei der Herstellung, bei der Aufzucht bedeutet, weder aus umwelttechnischen noch aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen.
Wie also können die Verantwortlichen in der Politik und Wirtschaft andere Massstäbe ansetzen.
Scheint keine Angelegenheit von intelligenz zu sein.
Bleibt es damit doch nur am Verbraucher hängen, ob er das kauft oder nicht. Effektiv betrachtet, würde ich das bejahen. Hat es der Verbraucher begriffen, ändert sich sein Kaufverhalten, wird sich über kurz oder lang auch die Wirtschaft dem anpassen. die sind viel flexibler als wir denken, denen geht es i.d.R. um Profit. Und dafür würden sie auch in der Produktion und Herstellung von Lebensmittel sich umorientiern. Wir sehen das doch bei den vielen neuen Lebensmittelhersteller veganer Lebensmittel.
Glaubt ihr wirklich, dass sie ethische Massstäbe angelegt haben, als sie sich entschlossen andere, fleischlose Lebensmittel anzufertigen/zu produzieren.
Bleibt also der Druck der Verbraucher auf die Produzierer das einzige Mittel. Gesetzgeberisch werden wir es in der global vernetzen Wirtschaftsindustrie mit nationalen Massnahmen ohnehin schwerer haben.
Manchmal wünsche ich mir eine Art Autokratie-Verwaltung, sofern sie moralisch und ethisch handelt. Das könnte helfen. Leider Utopisch!
Unser Verhalten ist sehr von unserer Erziehung geprägt, auch da gebe ich dir recht!
Eltern vermitteln ihren Kindern schon das Konsum- und Essverhalten in íhrem zukünftigen Erwachsenalter. In der Schule, Im Kindergarten schon werden die Grundlagen dafür gelegt, ein Schulfach: gesunde Ernährung-artgerechte Tierhaltung und Nachhaltigkeitsdenken, sollte heute genauso selbstverständlich sein wie das kleine Einmaleins.
Ihr habt Alle Recht. Bloß kann Ich Mir bei Unserer bescheuerten Regierung mit dem besten Willen keine Steuer auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier vorstellen.
Dafür ist diese Regierung ganz einfach viel zu blöd. Schade.
Fragt doch mal z. B. bei den Grünen nach ob die so eine Steuer unterstützen. So viel wie ich weiss tun die das genau so gut nicht wie die jetzige Regierung
Da traue Ich eher noch den Linken eine Steuer auf Alles Tierleidprodukte zu.
Die Linke ist da nicht wirklich eine Alternative. Bisher habe ich in keinem Wahlprogramm einer Partei vernommen, dass da eine Fleischsteuer geplant wäre, nichtmal in Erwägung gezogen, die Fleisch/Milchprodukte zum Normal MWstr. Satz von 19% zu versteuern.
"Es ist an der Zeit, das Verhältnis Mensch zu Tier neu zu überdenken und zu definieren und anzuerkennen, dass Tiere Rechte haben. Deshalb soll in der Ökologie ein besonderes Augenmerk auf tierschutzrelevante Themen gelegt werden. Wichtig ist neben der Erhaltung der Lebensräume und der Arten auch der Schutz der Tiere als Lebewesen um ihrer selbst willen.
(...) Ziel ist eine art- und verhaltensgerechte Tierhaltung, in der Schutz der Tiere und ein umweltgerechtes Wirtschaften sich gegenseitig bedingen. Tierquälerische Haltungsformen
müssen verschwinden.
(...)Tierschutz muss auch beim Fischfang und Angeln zur Anwendung kommen."
Zum Thema Steuern, Seite 52:
.
"(...) Das gesamte Steuer- und Abgabensystem muss nach ökologischen Kriterien reformiert werden, um finanzielle Anreize für umweltfreundliches Produzieren und Konsumieren zu schaffen und die Umweltbelastung zu verringern.
(...) Steuer- und Finanzpolitik müssen ökologisch schonendes Verhalten belohnen, umweltschädliches dagegen verteuern. Die Gesamtbelastung der Bürger soll dadurch nicht steigen. Das deutsche Steuer- und Finanzsystem enthält zudem eine Fülle ökologisch
schädlicher Subventionen, vor allem in den Bereichen Kohle, Landwirtschaft und Verkehr."
Und nein, es bedeutet gar nichts für die Realität, was da drin steht, aber ich bin froh, DASS es da steht. Eine Partei muss zumindest das Ziel richtig erkannt und formuliert haben.
Eine Basisverordnung müsste eben so weit gehen, dass sie den Umwelt-wert eines Artikels berücksichtigt und daraufhin den entsprechenden Steuersatz festlegt. Zur Bestimmung würden wieder neue Arbeitsplätze geschaffen, die damit beschäftigt werden, den Klimaerwärmungswert, die Urwald und Umweltzerstörung und -verschmutzung, und jede andere sich ergebende Belastung, die bei der Herstellung und Entsorgung jedes Artikels anfallen, festzustellen.
Dennoch wird es immer findige Geschäftsleute gebe, wie die auf der Biowelle gesundes Fleisch verkaufen.
Es reicht tatsächlich nicht, auch nur nationale Regeln aufzustellen, wenn die Milliarden Inder und Chinesen auf den Geschmack kommen, mit wachsendem Lebensstandard Fleisch zu konsumieren. Das Bewusstsein, muss da erst einmal erwachsen. Am Rande sei erwähnt, dass in Indien eine Umsetzung von durchaus guten Gesetzen, wie dem Verbot des Tötens heiliger Kühe, mit Schwierigkeiten verbunden ist, aus Mangel an gut bezahlten Polizisten. Die Korruption bringt denen etwas.
Was schlagt ihr vor, wenn die totale Verschwendung von Rohstoffen nicht aufzuhalten ist. In China verbrennen permanent ganze Kohlebergwerke, weil dort mit minderer Technik ran gegangen wird. Die Menschen dort sind so taub gegen die stumme Natur. Das solche Fragen nicht zu ihnen dringen.
Der Westen hat zu sehr mit seinem Überfluss geprahlt, dass der Wert der menschlichen Arbeit zurückgetreten ist hinter den Moloch der Maschinen.
Bei aller Liebe wird Deine Leistung daran gemessen, wie mechanisch gleichförmig Du Stückzahlen auf die Reihe bringst.
Eine Steuer auf Fleisch bedarf der gesetzlichen Regelung. Bevor man den Weg durch eine Petition einschlägt (z.B. https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=15755), sollte die gesetzliche Grundlage dafür gegeben sein. Der Artikel 20 a GG besagt "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung." Dieser Artikel ist durch Unterschriftensammlungen und nicht zuletzt durch Dr. Eisenhardt v. Loeper auf den Weg gebracht worden.
Kurz, er sagt auch schon, dass der Staat die Natur und die Tiere zu schützen verpflichtet ist. Daraus lässt sich ableiten, dass die Tiere per Gesetz zur Regelung des Fleischkonsums zu schützen sind, im gleichen Atemzug mit der Natur. In Folge der Regelung wird auch jede Ungleichbehandlung, in einem Sinne wie, was der Vegetarier einspart, kann man guten Gewissens konsumieren, aufgehoben.
http://www.jaindharmonline.com/dharma/pje.htm
und, pardon, ein bisschen viel Links, aber zurück zu den neuzeitlichen Wurzeln des hiesigen Vegetarismus
http://www.suite101.de/content/das-recht-der-tiere-auf-bruederlichkeit-a46903