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VCD Umweltliste 2012: Gesamtwertung

Der VW eco up! ist das umweltfreundlichste Auto 2012

Mit dem VW eco up! wird seit Langem wieder ein deutsches Modell und noch dazu mit Erdgasantrieb zum Sieger gekürt. Ansonsten wird die Bestenliste weitestgehend vom Toyota-Konzern bestetzt.


Die Gesamtnote eines Pkw (10 Punkte sind die mögliche Bestnote) ergibt sich aus vier Einzelnoten in den Umweltwirkungskategorien CO2-Belastung, Lärmbelastung, Gesundheitsbelastung durch Schadstoffe und Belastung der Natur. Hier können Sie sich beim ökologischen Verkehrsclub (VCD) über Einzelheiten zum Berechnungsverfahren der Auto-Umweltliste informieren.

Reine Elektroautos wurden in einem speziellen Ranking verglichen, da laut VCD die Verkaufszahlen und Datenlage noch keinen Vergleich auf Augenhöhe mit der restlichen Branche zulassen. 

Der Frage, warum die Deutschen ständig Autos und immer noch mehr PS brauchen, sind wir in unserem Artikel "Deutschland. Dicke Autos - kleine P...?" mit einem Augenzwinkern auf den Grund gegangen.

Rang Gesamtwertung – VCD Umweltliste 2012: Gesamtwertung Punkte (von 10)
1.

Volkswagen eco up!

  • Erdgasmotor
  • lieferbar ab Ende 2012

8,03

2.

Lexus CT 200h

  • Benzin-/Elektromotor
  • UVP: 29.200 €

7,83

3.

Toyota Prius Hybrid

  • Benzin-/Elektromotor
  • UVP: 26.500 €

7,53

4.

Toyota iQ 1.0 VVT-i

  • Benzinmotor
  • UVP: 12.050 €

7,43

5.

Toyota Prius+ Hybrid

  • Benzin-/Elektromotor
  • UVP: 29.500 €

7,38

6.

Toyota Auris Hybrid

  • Benzin-/Elektromotor
  • UVP: 23.300 €

7,33

7.

Toyota Yaris Hybrid

  • Benzin-/Elektromotor
  • UVP: 16.950 €

7,23

8.

Nissan Pixo 1.0

  • Benzinmotor
  • UVP: 8.290 €

7,03

9.

Honda Jazz Hybrid

  • Benzinmotor mit Elektro-Zusatzmotor
  • UVP: 19.290 €

6,98

Honda Insight

  • Benzinmotor mit Elektro-Zusatzmotor
  • UVP: 20.490 €

6,98

Thema: Auto & Elektromobilität, Stand: 27.08.2012 von

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alle Kommentare (12)
  • schrieb am 28.03.2013 um 21:11
    Auch in der Autoindustrie sollte man sich nicht davor scheuen, konsequent in Kreisläufen zu denken. Vermutlich keine leichte Aufgabe, aber sicherlich keine unlösbare. Der mir einzig bekannte Versuch bis jetzt ist jener: http://greenlinked.com/transportation/projects/92-ford-model-u-cradle-to-cradle-concept-car-dearborn.html mehr weniger
  • schrieb am 02.09.2012 um 20:21
    ...da muß man sich doch fragen, wiso das nicht bei einem UP! geht oder ?
  • schrieb am 02.09.2012 um 18:21
    Greenpeace meint, ein "normaler" Golf hätte das Potential zum 3-Liter-Auto, siehe Meldung und Studie:
    http://www.utopia.de/nachrichten-aus-dem-netz/greenpeace-nachrichten/der-neue-golf-7-ein-3-liter-auto

    "Greenpeace-Report: Vier Schritte zum Drei-Liter-Golf – Erwartungen an den neuen Golf VII"
    http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/Golf-Report_ger.pdf

    Aus Seite 3:
    "Durch einfache technische Maßnahmen und sehr geringe Mehrkosten könnte der neue Golf VII Diesel sogar mit 2,9 Liter Kraftstoff (75 Gramm CO2/Kilometer) auskommen. Damit würde er 25 Prozent weniger CO2 ausstoßen als der derzeit beste Golf Diesel (BlueMotion, 99 Gramm) und 37 Prozent weniger als der derzeit meistverkaufte einfache Golf Diesel (119 Gramm)."

    Beim Benzin-Basismodell sogar 41 Prozent weniger, Seite 4:
    "Beim Golf VII Benziner mit einem künftigen Verbrauch von nur noch 3,4 Liter Benzin (80 Gramm CO2/Kilometer) würde sich der CO2-Ausstoß um 34 Prozent verbessern gegenüber dem besten heutigen Modell (mit BlueMotion-Technology, 121 Gramm) oder um 41 Prozent im Vergleich zum aktuellen „Durchschnittsbenziner“ (134 Gramm)."

    37-41 Prozent weniger Verbrauch durch einfache Maßnahmen ? Was weiß Greenpeace und die VW-Ingenieure nicht ?

    Ich glaube das ist machbar + verkaufbar an die Kunden. mehr weniger
  • schrieb am 30.08.2012 um 20:37
    Meine Frage zum Punkt Umweltverträglichkeit ist: "Was passiert nach Ablauf des Produktlebenszyklus? Welche Umweltschäden entstehen bei der Entsorgung eines "normalen" Autos, welche entstehen bei einem Hybridmotor? Diese Kennziffern müssten doch auch mit in Betracht gezogen werden.
  • schrieb am 30.08.2012 um 16:44
    Warum schneiden die Klimabesten in der Gesamtwertung nicht auch am besten ab? Soll das heißen, dass größere Autos auch mehr wert sind (aus ökologischer Sicht)?
    Die "Besten" der Gesamtwertung sind allesamt riesen-Kisten, die mit Ausnahme der Erdgas-Variante bei weitem zu viel brauchen, selbst als Hybride. Die Hybriden sind auf der Autobahn ohnehin nicht mehr so sparsam (und in der Stadt fahre ich nur selten Auto, sondern viel lieber Fahrrad).
    Sehr enttäuschend finde ich, dass der Up! nicht einmal als Diesel erhältlich ist (sondern erst Jahre später in einer sehr teuren High-Tech-Variante als "Light" für eine Nische verfügbar sein soll). Das schaut ein Wenig so aus, als wollte VW nachträglich bestätigen, dass der Lupo 3L nicht richtig gewesen wäre. Dabei wären echte 3-Liter-Autos heute die einzige Möglichkeit, rasch erheblich Co2 zu sparen. Es kann nicht sein, dass uns die Automobilisten und Politiker Jahre lang von einer elektrischen Zukunft erzählen und jetzt, wo in dem Thema hinsichtlich rascher Marktdurchdringung die notwendige Ernüchterung eingetreten ist, tun wir so, als gäbe es keine anderen Auswege und keine notwendige Veränderung.
    Wir fahren mittlerweile mit Nahrungsmittel-Sprit, während die Lebensmittel zu teuer für immer mehr Menschen werden und die Hungertoten rapide zunehmen.
    "Who killed the three liter car?" heißt meine heute gestellte Frage.
    Warum gibt es Diesel nicht Kleinstwaqen-Format, wo praktisch jeder PKW sehr nahe oder unter 3 Litern bei Diesel nach aktueller Technik brauchen würde?
    Natürlich liegt es immer an beiden Seiten. Daher empfehle ich heute jedem Autokäufer, der nicht mehr als 3 Kinder hat, wenigstens die heute sparsamsten PKW zu kaufen (Polo Blue Motion, Hyundai i20 blue 1.1 CRDi , Kia Rio Diesel, Smart cdi, etc.) Wenn diese Autos nicht bald den Markt dominieren, haben die Auto-Hersteller wieder die besten Argumente für ein "weiter so" mit seit 40 Jahren annähernd gleichbleibendem Durchschnittsverbrauch und immer schwereren Autos.
    Und der Politik so wie den Umweltverbänden lege ich dringend ans Herz, in kommenden Abgas-Vorschriften eine Entschärfung der Stickoxyd-Grenzen für echte 3-Liter-Autos zu propagieren, bei der teure Zusatzmaßnahmen wie zusätzlicher Kat und Ad Blue unnötig werden und auch keine extrem niedrigen Verdichtungen gefahren werden müssen, die wiederum den Wirkungsgrad senken. Nur so hat die PKW-Klasse eine Chance, die wirklich einen Schritt in Richtung CO2-Reduktion und Öl-Unabhängigkeit schafft. mehr weniger
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