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BIO-Hotels Wine Award

Die besten Bio-Weine 2012

Ob rot oder weiß – wer auf chemische Spitzmittel und künstlichen Dünger verzichten will, sollte auch beim Wein auf Bio setzen. Wein-Experte Jürgen Schmücking hat mit seiner Jury beim BIO-Hotels Wine Award die besten Bio-Weine 2012 gekürt. Verkostet wurden 400 Bio-Weine von 100 teilnehmenden Winzern.


Die BIO-Hotels legen Wert auf gute Weine und wollen ihren Gästen auch nur solche anbieten. Zusammen mit dem Wein-Profi und Diplom-Sommelier Jürgen Schmücking haben sie eine neue Form der Verkostung entwickelt, die der Realität beim Weingenuss nahe kommt und nicht nur die Meinung von Fachleuten abbildet. Dabei werden die Weine von jenen verkostet, die sie in alltäglichen Situationen trinken: von Gästen und Genießern statt von Wein-Experten und Sommeliers. Die Auswahl der besten Tropfen erfolgt zwar wie üblich als Blindverkostung, die Tester aber entscheiden nicht nach dem herkömmlichen Punkte-Schema. Gefragt sind hingegen persönliche Präferenzen und das Potential der Weine als Speisebegleiter. Die Sieger-Weine werden nach einem Turnierverfahren ermittelt, bei dem immer nur ein Wein aus einer Gruppe gewinnen kann.

400 Bio-Weine – 100 Winzer

Rotweine, Weißweine, Roséweise, Schaumweine, Dessertweine – Zur diesjährigen Verkostung wurden 400 Bio-Weine von 100 Winzern eingereicht. Die Verkostung fand vom 29. Juni bis 1. Juli im BIO-Hotel Werratal in Hann. Münden statt. 20 Verkoster, darunter einige Mitglieder der Utopia-Community, haben gerochen, geschwenkt, geschmeckt und bewertet, was das Zeug hielt. Hier finden Sie eine Auswahl der besten Bio-Weine 2012 – die komplette Liste der 39 Sieger-Bio-Weine gibt hier es als .pdf zum Download.

Die besten Bio-Weine 2012 – eine Auswahl

Italien (Nusserhof, Südtirol); sehr dunkel schmeckend, charaktervoll, überrascht mit Frucht; zu kraftvollen Gerichten mit Speck, dunklen würzigen Saucen

Rotwein

Deutschland (Helde, Baden); saftig, kraftvoll, warm, mit Kräuternuancen; zu Gemüse mit Bohnenkraut oder Ysop, Pfeffersaucen, Pute

Rotwein

Schweiz (Domaine de Beudon, Wallis); geschmeidig, spezielle Kräuteraromen und warme Würze; zu Zwischengerichten, frischen Langustinos im Buchenrauch

Weißwein

Österreich (Mantlerhof, Kremstal); elegant fruchtig, vor allem dunkle Zitrusfrucht, unglaubliche Konzentration; scheint für die Ewigkeit gemacht

Weißwein

Deutschland (Prinz zu Salm, Nahe); Frische, salziger Abgang, nichts Bitteres; zu Risotto mit Radicchio trevigiano oder einfach so

Weißwein

Österreich (Herrgott, Weststeiermar); knochentrocken und mit markant knackiger Säure; Trinkspass pur und zu sommerlichen Desserts auf Fruchtbasis

Roséwein

Österreich (Hager, Kamptal); spielerische Leichtigkeit, gute Balance, deutliche mineralische Komponente; perfekt von Huchenfilet bis zur Bergforelle

Roséwein

Frankreich (BEDEL, Champagne); florale Noten von frischen Frühlingskräutern und Akazie mit dem zarten und milden Duft von Lindenblütenhonig; hoher Trinkspassfaktor

Schaumwein

Italien (La Vialla, Toskana); kräftige Säure, perfekt eingebundene Süsse; zu reifem Pecorino oder als Dessert für sich

Dessertwein

Deutschland (Zwölberich, Nahe); saftig und trinkanimierend; zu indischen Reisgerichten und arabischen Gerichten, Kurkuma und bei Desserts mit Nüssen

Dessertwein

Mehr über das Verkostungsverfahren, die Herkunft der getesteten Weine und den Unterschied von Bio- und konventionellem Wein erfahren Sie in unserem Interview mit Wein-Experte Jürgen Schmücking.

Thema: Bio, Stand: 23.10.2012 von

Kommentare (7)   Kommentare abonnieren

alle Kommentare (7)
  • schrieb am 30.10.2012 um 18:49
    Danke für die Infos, im Artikel aber auch insbesondere an Elke Kloos im Kommentarteil. Mich persönlich interessiert immer zusätzlich auch der Schwefelgehalt (wird leider auch so gut wie nie angegeben, auch hier nicht); ebenfalls eigtl. obwohl das viell. fast schon zu viel verlangt ist, interessiert mich nebenbei auch, wie sehr der Wein ggf. "aufgezuckert" ist (also Zugabe von Zucker (Bio-Zucker ?) bevor der Wein fertig vergoren ist, um den Alkoholgehalt zu steigern, was ja oft gemacht wird) mehr weniger
  • schrieb am 29.10.2012 um 12:30
  • schrieb am 29.10.2012 um 11:29
    Für die Produktion eines veganen Weines wird keine Gelatine, Blutmehl, Eiklar, Kasein, Hausenblase (vom Fisch) oder sonstige tierische Produkte verwendet.
  • schrieb am 29.10.2012 um 10:46
    Hallo zusammen!

    Was ein "veganer" Wein ist, weiß ich noch nicht, versuche mir das aber von Experten erklären zu lassen. Die Preise sind schwierig zu eruieren, weil ja Transport, Handelsstruktur usw sehr unterschiedlich sein können. Meine normalen Bioweine bekomme ich für € 5.- bis € 15.- die Flasche. mehr weniger
  • schrieb am 25.10.2012 um 23:02
    Mich würde interessieren, ob vegane Weine dabei sind!?
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